The day after – Ostersonntag 2107

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Nachträglich ein schönes Osterfest gehabt zu haben. Ich hoffe, alle haben schön gefeiert und es geht euch gut, wenn auch das Wetter nicht überall ganz mitgespielt hat. Hier war jede Menge los, mit vielen Gästen, großem Osterfeuer mit Feuerwerk, das ich leider verpasst habe. Nun einige kreative Impressionen.

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Auch Loriot hat sich zum Osterfest geäußert:

„Nicht nur rein hasenmäßig gesehen, auch von Standpunkt des Eies aus betrachtet, werden die Ostertage gerade in bürgerlichen Kreisen immer noch zu leicht genommen“ (Loriot). Wer sollte dem gerade in heutiger Zeit widersprechen können.

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Das Ei ist nun mal der Ursprung unser aller Leben, wobei der Hase keine Eier legen kann. Dazu haben sich führende Zoologen geäußert, die behaupten, „auch bei jungen Hasen seien Sprünge von sechzig Zentimetern keine Seltenheit mehr“. Mit diesem eindrucksvollen Foto, möchte ich dem Naturwissenschaftler unter uns das Feld überlassen und mich dem gesellschaftlichem Leben zuwenden.

Die ehemaligen Mitarbeiter des Frankfurter Playboy-Clubs haben sich zu Ostern eine Revivalparty besonderer Art ausgedacht.

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„Von allen Angestellten des wurde das sexbetonte Auftreten des Osterhasen als anstößig empfunden“, wie dieses Foto beweist. Ich denke, wir sollten es dabei bewenden lassen und uns den privaten Osterbräuchen der gut-bürgerlichen Familie zuwenden.

The begining

Eier kochen, ein Problem, das gerade in ehelichen Partnerschaften nicht zu unterschätzen ist. Ich esse gewöhnlich zwei Eier, und bevorzuge sie nur weich gekocht.

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Ergebnis: Mein Ei war zu hart gekocht, weil ich es nur weicher gekocht mag:

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Auch Loriot hat dieses Ei-Debakel früh erkannt und folgenden Film veröffentlicht, der zeigt, wie sich diese `Eierkrise´ auch im täglichen Leben einer Partnerschaft abspielt:

Fazit: Viereinhalb Minuten ist äußerst grenzwertig. 

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Ich habe nur ein Ei geschafft. Mein Hund hat sich über das zweite sehr gefreut. Er ist jetzt ganz verrückt nach meinem Ei.

Damit haben wir den Ostersonntagmorgen gut überstanden, was ich nicht zuletzt nur meinem Hund Baxxter zu verdanken habe. Und nach einem Eierlikör zum Nachtisch ging es dann weiter zum Frühschoppen mit Freunden mit Vorfreude auf das abendliche Osterfeuer mit Feuerwerk.

PJP

Wettervorhersage – do it yourself

Wie wird das Wetter?

Das ist wohl eine der Fragen, die am meisten gestellt wird. Denn unser lifestyle ist in vieler Hinsicht vom Wetter abhängig. Das betrifft auch unsere Psyche, sowie unsere Gesundheit im weiteren Sinne. So zB. die (erlernte) Winterdepression oder einfach das, was wir Wetterfühligkeit nennen. 

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Wetter currently

In diesem Moment (27.3.17, 9 Uhr a.m.) ist das Wetter hier bei 4°C Lufttemperatur mit blauem Himmel sehr schön. In der aufsteigenden Sonne ist die Temperatur gerade über 10°C angestiegen und steigt weiter an. Der Wind kommt bzw.kam in den letzten Tagen überwiegend aus Nordost. Der Rasen ist mit Tautropfen sehr angenehm nass und es ist ein Genuss, ihn jetzt barfuß zu `begehen´. Ein Muss für jeden, der einen Rasen hat und laufen kann. Vgl. dazu meine Eigenwerbung aus dem letzten Frühling im Wald (link):

Werbung in barfuß 2

Der tägliche Wetterbericht

Die professionelle Wettervorhersage hat gerade in jüngster Zeit durch die Satellitentechnik erhebliche Fortschritte gemacht. Neuerdings auch mit Live-Schaltungen zur ISS, aus der das aktuelle Wetterbild aus Sicht der Astronauten gezeigt wurde. Das ist aber nur möglich, wenn die ISS sich gerade zur rechten Zeit des `Wetterberichts´ am richtigen Platz befindet, aus der unser Gebiet zu sehen ist. Andere Satellitenbilder bzw. -Filme können wir in den online-Wetterdiensten jeder Zeit abrufen und für unsere Region eine ziemlich genaue Voraussage machen, ob bzw. wann es anfangen wird zu regnen, was insbesondere für viele Motorradfahrer interessant ist. Mir hat es jedenfalls sehr dabei geholfen, eine Entscheidung zu treffen und es hat immer funktioniert. 

Trotz aller Satellitentechnik u.v.m. ist die moderne Wettervorhersage `regional´ immer noch zu ungenau. Wenn es zB. heißt `in Niedersachsen überwiegend sonnig´, dann kann es sein, dass es in Osnabrück in Strömen regnet, während in Oldenburg strahlend blauer Himmel angesagt ist. Außerdem sind die Vorhersagen zeitlich begrenzt und gelten in der Regel für höchstens 24 Stunden.

Die Frage, die sich stellt :

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Ist es möglich, für die eigene Umgebung eine exaktere Wetterprognose zu erstellen, als es der professionelle Wetterdienst kann?

Die Tier- und Pflanzenwelt

Es ist möglich, weil es in früheren Zeiten weder einen Wetterbericht noch Satelliten oder andere Techniken zur Wettervorhersage gab. Das ganze Wettergeschehen ist immer noch ein chaotischer Prozess, an dem sich die Forscher weltweit `die Zähne ausbeißen´. Dabei nehmen sie sich sogar die Tierwelt zu Hilfe, etwa beim Aufspüren von Erdbeben. Selbst ein kleiner Tannen- bzw. Kiefernzapfen sagt uns, kann uns vorhersagen, ob es Regen geben wird. 

Die sog. Bauernregeln

Die Bauern waren und sind `nicht umsonst´ auf das Wetter angewiesen, wenn es zB. darum geht, wann das Heu eingefahren werden soll. Bei strömendem Regen sicher kein Vergnügen. Außerdem sollte das Gras zum `Heuen´ schon ausreichend abgetrocknet sein. So waren die Bauern schon immer sehr vom Wetter abhängig und konnten es immer sehr gut vorhersagen. Dazu gehört ganz sicher viel Erfahrung und Übung, bevor man sich damit auskennt. Es gibt viele `Parameter´, die in Betracht gezogen werden, wie zB. Wind, Nebel, Tau, Mond und vieles mehr. Wisst ihr zB., wie man ein nahendes Gewitter lokalisieren kann? Das hab ich allerdings auch noch nicht gemacht, aber es ist möglich.

Damit übergebe ich einige Bauernregeln mit Bild&Text (link): 

Wetter selbst gemacht

PJP

Zugabe:

Mein Fotoalbum `Sonne, Mond, Sterne´

ZB neu:

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Sonne, Mond und Sterne

Engel der Straße – im Namen der Menschlichkeit

Obdachlos auf der Straße

Es gibt in unserem Land Menschen, die auf der Straße wohnen, weil sie keine andere Wohnung oder Unterkunft haben. Wir begegnen ihnen in jeder größeren Stadt. Sie sitzen an ihren Stammplätzen und `betteln´ um eine Geldspende, um sich etwas zu essen zu besorgen.

Fotos: © Christina Brun

Wie begegnen wir diesen Menschen? 

Die meisten gehen vorbei. Nur wenige spenden ein wenig `Kleingeld´ und gehen weiter. In Ausnahmefällen findet auch ein Gespräch statt. 

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Wie bewerten wir diese Menschen?

`Ich geben denen grundsätzlich kein Geld, weil die nur auf Drogen und Alkohol aus sind.´ `Die sind nur zu faul zum arbeiten.´ `So wie die aussehen….´ ..`ist nicht mein Problem…´…etc.pp. Die Reihe ähnlicher Bewertungen der Obdachlosen, die mir zu Ohren gekommen sind, ließe sich fortsetzen.

Fazit:

  1. „Obdachlosigkeit unterliegt leider immer noch und zu oft gesellschaftlicher Stigmatisierung“ (Freunde der Kölner Straßen und ihrer Bewohner e.V.).
  2. Wir meiden den Kontakt zu den Obdachlosen aus vielen anderen Gründen, die eher psychologisch zu ergründen sind und hier nicht näher ausgeführt werden sollen.

Fakt ist

...“Ein Blick hinter die Kulissen dieser Menschen, zeigt oft Lebensabschnitte, die durch Krankheit, Depressionen, Trennungen und Verluste geprägt sind. Leider gerät man hier schnell in eine Abwärtsspirale, der man sich ohne sozialen Rückhalt oder Überwindung des eigenen Schamgefühls kaum entziehen kann“ (ebenda).

Pressemedien

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Videos über die Arbeit mit dem Kältebus

Die erste Tour und mehr

Bilder von den Straßenaktionen

Bilder von Kältegängen

Zu den Freunden der Kölner Straßen (homepage):

Willkommen

PJP

 

Al Jarreau ist gestorben

Am 12. Februar 2017 verstarb der legendäre Jazzsänger Al Jarreau im Alter von 76 Jahren.

Mit seiner Stimme konnte er insbesondere auch das Instrumentarium seiner musikalischen Band-Begleiter imitieren. Heute eine Ausnahmeerscheinung. Dazu ein Live-Mitschnitt aus dem Jahr 1976:

Al Jarreau 1976 live on stage

Titelbild übernommen von www1.wdr.de kann urheberrechtlich geschützt sein. Ich übernehme dafür keine Haftung. Das Foto kann hier jederzeit entfernt werden.

Nach seinen letzten Auftritten in den USA waren im Juli auch Konzerte in Oldenburg, Karlsruhe und Düsseldorf geplant.

Bets of Al Jarreau:

Al Jarreau Best of

Zum Abschied sein Stück `FEELS LIKE IN HEAVEN:

Feel like in heaven

Thank you for the music Al Jarreau!!

PJP

Songtest – private testing

This morning I tried a first little experiment on my guitar

No idea what i did but I dare to share it with you. I`m learning by try and error with very little equipment I don`t understand. I think Mr. Leonard Cohen will be understanding. It´s his song!  The text isn`t easy. This is just the first part of it.

This was just a private little testing.

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I didn`t use this little amplifier…

PJP

P.S. Ich lebe nur für den Applaus 😉 … very nice to meet you. Es gibt nichts Gutes außer man tut es.

What about a drums session?

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Dummes Huhn – schlauer als du denken kannst

Die Tierwelt findet in unserer Gesellschaft immer noch zu wenig Beachtung.

Tiere gehören nun mal zu `unseren Vorfahren´ und sind ganz sicher nicht vom Himmel gefallen. Inzwischen ist es nun so weit gekommen, dass der uns bekannte Tierbestand weltweit um 30% zurückgegangen ist. Insbesondere unsere Elefanten mit ihrem unglaublichen Gedächtnis werden in Afrika zunehmend ausgerottet, um an ihr Elfenbein heranzukommen, dass inzwischen einen höheren Preis erzielt als Gold. In Indien und anderen asiatischen Gebieten gibt es Elefantenparks, wo diese wunderbaren Tiere vor Missbrauch durch den Menschen gerettet und aufgezogen werden. Ich möchte gern an das wunderschöne Video erinnern, mit dem ich meine Artikel zu `Animal Rights´ eröffnet habe.

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Elephant Haven Sanctuary, Thailand

Hier noch einmal das beeindruckende Video mit:

Boho Beautiful

946 Goodwin Rd

Mississauga, On L5G 4K1

Canada

Paradies für Elefanten

Die Tiere brauchen uns, so wie wir sie brauchen

Eine andere Ebene des Tiermissbrauchs betrifft unsere Ernährung. Wir alle essen inzwischen kranke Tiere, die in der Massentierhaltung mit Antibiotika und anderen Medikamenten hochgezogen werden. Und die Hühner trifft es in diesem Zusammenhang besonders hart, obwohl sie auch noch unsere Eier legen, die zum Backen seit eh und jeh verwendet werden. Ich möchte jetzt nicht näher darauf eingehen, in welcher Zeit so ein Huhn in einer Massentierhaltung aufgezogen werden kann. Es reichen mir die Bilder, wo Küken reihenweise im Schredder aussortiert werden. Inzwischen gibt es aber auch alternative Hühner – Massentierhaltungen im Freiland, über die ich in Wort und Bild noch berichten werde. 

Ich wollt ich wär ein Huhn, dann…. 

Diesen alten Klassiker erspare ich mir für das Ende, denn es gibt noch einiges zu berichten über unsere Hühner, denen ich diesen Artikel widme. Dabei berufe ich mich auf die deutsche Presseagentur dpa und übernehme einen Artikel im Wortlaut. Der Verfasser geht aus dem bei we.de – Wissen veröffentlichten Artikel leider nicht hervor. Zur Einführung in die `Hühnerwelt´ zunächst einige Fotos und Videosequenzen, die ich auf einem ehemaligen sog. `Archehof´ schießen konnte.

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Mutter und Kind

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Stein im Weg

Vistaprint

Zum Artikel Unterschätzte Hühner:

„Von wegen „dummes Huhn“: Die Tiere haben persönliche Eigenheiten, vermögen einander auszutricksen und seien zu logischen Schlussfolgerungen fähig, die Kinder erst mit etwa sieben Jahren meistern, berichtet Lori Marino vom The Someone Project im Fachjournal „Animal Cognition“. Bei diesem Tierschutzprojekt werden gezielt wissenschaftliche Beweise für kognitive und emotionale Fähigkeiten von Nutztieren gesammelt

Das Haushuhn (Gallus gallus domesticus) stammt vom Bankivahuhn ab, einem Wildhuhn aus Südostasien. Von keinem anderen Haustier des Menschen gibt es weltweit so viele Exemplare: Der tägliche durchschnittliche Weltbestand wird auf rund 20 Milliarden Tiere geschätzt. Geschlachtet werden jährlich mehr als doppelt so viele.

Dennoch bekommen vor allem in Industrieländern die meisten Menschen fast nie Hühner zu sehen – gezüchtet und gemästet werden sie zum Großteil in streng abgeschotteten Massentierhaltungen. „Allein die Idee, dass Hühner eine Psyche besitzen, klingt für die meisten Leute absurd“, sagt Marino. Doch Forschungsergebnisse der vergangenen Jahre belegten, dass im Huhn weit mehr Gefühl und Verstand stecke als weitläufig angenommen

Nach einer Studie italienischer Forscher zum Beispiel können Küken rechnen: Die frisch geschlüpften Tiere sind zumindest in der Lage, große von kleinen Mengen zu unterscheiden, zeigten Tests mit gelben Plastikeiern. Zudem seien Hühner in der Lage, sich bis zu drei Minuten lang die Flugbahn eines Balls zu merken – was den Fähigkeiten der meisten Primaten bei solchen Versuchen entspreche.

Ein Huhn verfüge über ein gewisses Maß an Selbstkontrolle, führt Marino weiter aus: Es sei in der Lage, für besseres Futter den Schnabel zu halten und nicht gleich gierig loszufuttern. Auch sein Rang in der Hackordnung sei einem Huhn klar. Beide Merkmale wiesen auf einen gewissen Grad von Bewusstsein über das eigene Sein hin.

Komplexer als vielfach angenommen ist demnach auch die Kommunikation unter Hühnern. Neben 24 verschiedenen Lauten gebe es ein großes Repertoire visueller Zeichen. Die Tiere seien in der Lage, Zeitintervalle wahrzunehmen und auf Geschehnisse in der Zukunft zu schließen. Sie beobachteten und lernten voneinander und würden vom Verhalten ihrer Mütter geprägt – ganz so wie andere, als weitaus intelligenter eingestufte Lebewesen.

Auch eine Art Mitgefühl ist den Tieren eigen: Wurde Glucken gezeigt, dass ein Windstoß den Flaum ihrer Küken zerzauste, entwickelten sie ähnliche Stresssymptome wie der aufgeschreckte Nachwuchs. Demnach können Hühner den Standpunkt von Artgenossen einnehmen – wie es nur von wenigen Arten wie Raben und Primaten bekannt ist. Verblüfft hat Forscher auch die Fähigkeit zum Täuschen und Tricksen: Unterlegene Hähne locken Hennen mit dem typischen Gebaren bei gefundenem Futter an – allerdings ohne die üblichen „Dok-dok“-Rufe, um den Alpha-Hahn nicht auf das Stelldichein aufmerksam zu machen.

Fazit:

Ein Hühnerhirn sollte nicht unterschätzt werden, auch wenn es nur walnussgroß ist.“

© dpa

`Ich wollt ich wär ein Huhn´ eine Neufassung der Comedian Harmonists

PJP

Tötet Alkohol Gehirnzellen? – Medizinische Fakten

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Alkohol ist wohl das meist verbreitete Rausch- und Genussmittel weltweit.

Eine Silvesterfeier ohne Alkohol? Kaum denkbar. Manche wissen noch ein Lied davon zu singen. Falls sie nach einer durchzechten Nacht nicht arbeiten können, empfehle ich ihnen, ihrem Arbeitgeber diese Mitteilung online zu überbringen. Mit diesem Foto sind sie dann raus und können ihren Rausch bequem ausschlafen:

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Irene Berres hat in Kooperation mit Spiegel online ( © SPIEGEL ONLINE) einen Artikel geschrieben, der mit medizinischen Fakten überzeugt und mit dem Mythos aufräumt, dass nach einem Kater der Alkohol Gehirnzellen abgetötet habe, was außerdem bei der Zahl der Gehirnzellen kaum signifikante Auswirkungen haben kann.

Irene Berres klärt auf:

„Nur wer es mit Alkohol auf Dauer übertreibt, schadet schließlich – nach vielen anderen Organen in seinem Körper – auch seinem Gehirn. Grund dafür sind indirekte Folgen des Alkohols. Beim Wernicke-Korsakow-Syndrom etwa, das vor allem schwere Alkoholiker betrifft, sind die Betroffenen zum Teil so verwirrt, dass sie den Ausgang aus einem Raum nicht finden. Auslöser der Krankheit ist ein schwerer Vitamin-B1-Mangel.

Auch über eine kaputte Leber kann Alkohol dem Gehirn indirekt schaden. Wer zu oft und zu viel trinkt, provoziert eine Entzündung in der Entgiftungszentrale des Körpers. Dadurch kann es passieren, dass unter anderem zu viel Ammoniak durch die Blutbahn kreist, das den Nervenzellen im Gehirn im Gegensatz zum Alkohol direkt zusetzen kann.

Neben diesen beiden Gründen sprechen noch viele andere dafür, Alkohol nur in Maßen zu genießen – auch wenn die Nervenzellen vieles wegstecken. Und noch eins ist wichtig zu wissen: All die Ergebnisse beziehen sich auf die Körper Erwachsener. Ein Gehirn, das sich gerade erst bildet, reagiert viel empfindlicher auf die Droge, das ist unumstritten. Deshalb sollte sie für Schwangere, Kinder und Jugendliche Tabu sein.

Fazit: Alkohol tötet keine Gehirnzellen, sondern stört ihre Kommunikation untereinander. Dadurch verlangsamt er unser Denken, aber nur für die Zeit des Rauschs. Eine Ausrede, ab jetzt immer ungehemmt zu trinken, ist das trotzdem nicht. Auf Dauer schadet der Alkohol dem Hirn nämlich indirekt – zum Beispiel über eine kaputte Leber oder einen Vitamin-B1-Mangel.

Jeder Rausch koste uns 10.000 Gehirnzellen, lautet die oft gehörte Warnung. Fast nie fühlt sich diese Aussage so real an wie an einem Katertag.

Aber stimmt sie auch?

Klüger macht Alkohol ganz bestimmt nicht. Das weiß jeder, der schon einmal mit höchster Konzentration versucht hat, betrunken ein seriöses Gespräch zu führen. Jeder, der nach dem Heimkommen schon mal mit dem Schlüssel alles an der Tür erstochert hat, nur nicht das Schloss. Oder auch jeder, der morgens schon mal mit der vagen Befürchtung aufgewacht ist, sich gestern doch ganz schön blamiert zu haben.

Das Gute daran: Verschwindet der Alkohol aus dem Körper, bleiben am Katertag zwar Kopfschmerzen und eine gereizte Magenschleimhaut. Das Sprechen aber, der Gleichgewichtssinn, die Konzentrationsfähigkeit und die Feinmotorik kehren zurück. Das Gehirn, das zeigt die Erfahrung, erholt sich offenbar schnell vom Alkohol. Büßt es trotzdem jedes Mal Tausende Nervenzellen ein?

Auf den ersten Blick erscheint die Theorie plausibel: Bei einer Fülle von mehr als 100 Milliarden Nervenzellen im Gehirn wäre es durchaus denkbar, dass wir bei jedem Rausch Stück für Stück ein bisschen blöder werden, ohne es direkt zu merken. Hinzu kommt die Tatsache, dass Wissenschaftler tatsächlich schon beobachtet haben, dass bei schweren Alkoholikern die Hirnmasse schwindet. Trotzdem wissen die Forscher heute, dass der Alkohol doch sanfter zu den Nervenzellen ist, als oft befürchtet. Statt sie zu töten, stört er vor allem ihre Kommunikation.

Langsam im Kopf

Ob denken, bewegen oder auch nur atmen – nichts funktioniert ohne ein Feuerwerk in unserem Kopf, bei dem elektrische Impulse von Nerv zu Nerv hüpfen. Berührt etwa ein Tanzpartner die Hand, beginnt eine Kettenreaktion: Neuronen in der Haut aktivieren die Nachbarnervenzellen und diese wiederum die Nachbarnervenzellen, bis die Information über die Wirbelsäule ins Gehirn gesaust ist. Dann nehmen wir die Berührung wahr. Prompt folgt die Reaktion.

Vom Gehirn laufen die Impulse der Nerven zurück Richtung Hand, diesmal zur Muskulatur. Nach der Hand greifen? Sie wegschlagen? Das Feuerwerk im Kopf entscheidet. Damit dieses System funktioniert, dockt jede Durchschnittsnervenzelle an Tausende andere Zellen an. Als Kontaktmittel dienen ihr Botenstoffe, die sie über einen winzigen Spalt zu ihren Nachbarn schickt. Das Wichtige, und hier kommt wieder der Alkohol ins Spiel: Es gibt zwei Arten von Botenstoffe, die hemmenden und die aktivierenden.

In diese Balance greift der Alkohol ein. Indem er dafür sorgt, dass die Nerven mehr hemmende und weniger aktivierende Botenstoffe ausschütten, bremst der Alkohol die Kettenreaktionen zwischen den Nervenzellen. Botschaften der Augen und Ohren dringen nicht mehr so leicht bis ins Bewusstsein vor, Befehle kommen nicht mehr so schnell bei den Muskeln an. Wir taumeln, denken langsamer, sehen schlechter, knüpfen keine Nervenverbindungen für neue Erinnerungen.

Moderate Trinker: Bessere Hirnleistung als Abstinenzler

Selbst die Enthemmung lässt sich auf diese Weise erklären. Die erste Region, die schon von geringen Alkoholmengen erreicht werde, sei das Zurückhaltungszentrum im Gehirn, heißt es in einem Infoblatt der American Association for the Advancement of Science. Betroffene würden gesprächiger und aufgeschlossener. Anschließend folgen Gehirnbereiche, die für Erinnerungen, Bewegungen oder das Schlafverhalten zuständig sind.

Verschwindet der Alkohol, gewinnen die Nervenzellen die Hoheit über ihre Kommunikation zurück. Bleibende Schäden tragen sie nicht davon, dafür sprechen neben Versuchen mit Tieren auch Studien zur Hirnleistung von moderaten Trinkern und Nichttrinkern. In der britischen Whitehall II Study mit mehr als 5.000 Teilnehmern etwa schnitten selbst Menschen, die bis zu 30 Drinks pro Woche konsumierten, bei Denktests besser ab als Abstinenzler.

Warum das Hirn bei Alkoholikern trotzdem schwindet

Nur wer es mit Alkohol auf Dauer übertreibt, schadet schließlich – nach vielen anderen Organen in seinem Körper – auch seinem Gehirn. Grund dafür sind indirekte Folgen des Alkohols. Beim Wernicke-Korsakow-Syndrom etwa, das vor allem schwere Alkoholiker betrifft, sind die Betroffenen zum Teil so verwirrt, dass sie den Ausgang aus einem Raum nicht finden. Auslöser der Krankheit ist ein schwerer Vitamin-B1-Mangel.

Auch über eine kaputte Leber kann Alkohol dem Gehirn indirekt schaden. Wer zu oft und zu viel trinkt, provoziert eine Entzündung in der Entgiftungszentrale des Körpers. Dadurch kann es passieren, dass unter anderem zu viel Ammoniak durch die Blutbahn kreist, das den Nervenzellen im Gehirn im Gegensatz zum Alkohol direkt zusetzen kann.

Neben diesen beiden Gründen sprechen noch viele andere dafür, Alkohol nur in Maßen zu genießen – auch wenn die Nervenzellen vieles wegstecken. Und noch eins ist wichtig zu wissen: All die Ergebnisse beziehen sich auf die Körper Erwachsener. Ein Gehirn, das sich gerade erst bildet, reagiert viel empfindlicher auf die Droge, das ist unumstritten. Deshalb sollte sie für Schwangere, Kinder und Jugendliche Tabu sein.

Fazit: Alkohol tötet keine Gehirnzellen, sondern stört ihre Kommunikation untereinander. Dadurch verlangsamt er unser Denken, aber nur für die Zeit des Rauschs. Eine Ausrede, ab jetzt immer ungehemmt zu trinken, ist das trotzdem nicht. Auf Dauer schadet der Alkohol dem Hirn nämlich indirekt – zum Beispiel über eine kaputte Leber oder einen Vitamin-B1-Mangel.“ © SPIEGEL ONLINE

Vielen Dank Irene Berres! 

Ich denke, wir sollten es dabei belassen, dass mäßiger Alkoholkonsum der Kommunikation dient und u.U. auch sog. `Glückshormone´ freisetzen kann, was auch das traditionelle `Bier an der Theke´ belegt, ein alter Brauch nach getaner Arbeit. Bier baut Stress ab und entspannt zudem. Kritisch wird es allerdings bei sog. `Problemtrinkern´, die Alkohol konsumieren, um ihre Lebensprobleme damit zu unterdrücken. In diesen Fällen kommt es meist zu unkontrolliertem Trinkverhalten und endet möglicherweise in einer psychiatrischen Klinik, wobei die körperlichen Schädigungen noch nicht abzusehen sind.

Empfehlung

Genießen sie Alkohol maßvoll und schaffen sie sich einen Alkomaten an, der aktuell sehr günstig zu beziehen ist. Für mich ein MUSS vor jeder Autofahrt nach dem Besuch einer Kneipe. Jeder Mensch verarbeitet den Alkohol anders und man/frau weiß nie, ob die Grenze von 0,3 Promille auch schon nach 1-2 Bier überschritten ist. In Grenzfällen gehen sie zunächst eine halbe Stunde spazieren, um den Spiegel – und vor allem den Atemalkohol – schneller abzubauen. Es funktioniert!

Prost Bier!! Wohl bekommt`s..

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