Pizza im Feuer – eine Erfindung

Not macht erfinderisch

Diese Idee stammt noch aus der langen Sturm- und Regenperiode, als mir die Decke auf den Kopf fiel. Was tun, wenn nichts zu tun ist? Am Morgen hatte ich bereits Pizza-Teig gemacht, der für den Abend vorgesehen war, aber es war noch zu früh, um sie zu backen. Da kam mir die Idee.

Pizza backen im Kaminofen?

Die Hitze im Kaminofen ist heißer als in jedem Backofen, wenn man ihn ordentlich anheizt. Aber wie sollte das funktionieren darin eine Pizza zu backen? Der zündende Gedanke: Zwei Schamottsteine, die ich für andere Zwecke übrig hatte, sollten es richten. Gedacht getan.

Hier der Kaminofen:

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  Vorbereitende Reinigungsarbeiten

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Freilegen der Grundfläche durch Auskratzen der Asche (Handarbeit)

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Einpassen bzw. Aufstellen der Schamottsteine (passt!)

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Mein Pizzastein für den großen Backofen passte nicht hinein. Aber ich hatte noch einen anderen aus einem sparsamen elektrischen Ofen, der zufällig ideal passte.

Nun wurde etwas Holz gehackt und der Ofen angeheizt. Dafür reichte der Platz zwischen den Schamottsteinen. Das Feuer musste erst mal runterbrennen und ich bereitete derzeit die Pizza vor.

Zwischendurch nochmal Holz nachgelegt, restliche Asche an den Händen in den Teig mit eingeknetet. Belag mit Zutaten, die ich noch hatte: viel Zwiebeln, Sardellen und Kapern. Das ließ sich mit schmierigen Händen nicht mehr fotographieren.

Nun war das Feuer gut durchgebrannt – heiß auf Pizza

Leicht aufgeregt machte ich mir bei diesem Experiment so meine Gedanken. Würde der Pizzastein der Hitze standhalten? Wäre die Hitze richtig verteilt? Wie lange die Backzeit…

Probieren geht über Studieren

Pizza in den Ofen geschoben und auf die Uhr geschaut. Kontrolle nach ca. 4 Minuten, alles sieht gut aus. 2. Kontrolle nach 5 Minuten: Wow, die ist ja schon fertig! Noch `ne halbe Minute gewartet und Pizza aus dem Ofen befreit. 

Ergebnis

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Perfekt! Nix angebrannt!

Leider hatte ich (allein zu Haus) nur einen Teig vorbereitet und konnte mich gut satt und entspannt mit lecker Rotwein nicht mehr dazu aufraffen, eine zweite Pizza zu backen.

Der passende Pizza-Stein stammt aus diesem elektrischen Ofen

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Dieser elektrische Ofen heizt sehr schnell bis auf 250 ° auf und lässt sich außer zum Pizzabacken mit Backblech auch für viele andere Zwecke verwenden. Ungereinigt nach Gebrauch schnell fotographiert, weil das Teil für kleine Portionen sehr zu empfehlen ist!

PJP

The Goggomobil – 65th birthday

Meine Oldtimer-Fotos

Nach Durchsicht meiner Oldtimer-Fotos musste ich feststellen, dass mir das Goggomobil fehlt. Und da heute vor 65 Jahren der erste Goggo vom Band lief, möchte ich ihm dazu nachträglich gratulieren.

Entstehungsgeschichte des Goggomobils

Zur Entstehungsgeschichte des Goggomobils müsste man eigentlich ein ganzes Buch schreiben. Sie geht zurück auf die Motorradfahrer der 1950er Jahre, die Wind und Regen ausgesetzt waren und gerne ein `Dach über den Kopf´ gehabt hätten. Das brachte den `windigen´ Landmaschinenhersteller Hans Glas auf die Idee, ein Fahrzeug herzustellen, dass den Bedürfnissen der Motorradfahrer entsprach, die sich kein Auto, wie zB einen VW Käfer leisten konnten. Gesagt-getan…. „Junior-Chef Andreas Glas und der Ingenieur Karl Domprecht hatten um zwei Holzkisten herum, die als Sitzbänke dienten, das Wägelchen konstruiert“ (Bericht Hartmut Goege DLF). Der Goggo wurde von 1955-1969 produziert.

Der Name

 `Goggo“ war der Kosename eines Enkels von Hans Glas. Er wurde Markenname sowohl für den von 1951 bis 1956 gebauten Motorroller als auch für das Goggomobil´ (Wikipedia).

`Der Motor des Grundmodells hat einen Hubraum von 250 cm³, sodass das Goggomobil auch von Inhabern eines Motorradführerscheins der Klasse 4 (Fahrzeuge bis 250 cm³) gefahren werden durfte´(Wikipedia). Mit 13,6 PS und  vier Gängen das erfolgreichste Kleinauto seiner Zeit. Grundpreis 2.950 Mark, Spitzengeschwindigkeit 75 km/h. 

Goggomobil Limousine mit zu seiner Zeit modischem Zubehör wie Sonnenblende, kleinen Schuten über den Scheinwerfern und Wackeldackel auf der Hutablage

Fotos übernommen von Wikipedia

`Goggomobil Limousine mit zu seiner Zeit modischem Zubehör wie Sonnenblende, kleinen Schuten über den Scheinwerfern und Wackeldackel auf der Hutablage´(Wikipedia).

Goggomobil Coupé TS 250

Mehr auf dem Bericht von Hartmut Goege DLF (follow the link):

DLF Goggo-Geschichte

Andere Klein(st)fahrzeuge aus meiner Foto-Sammlung

Die `Knutschkugel´ (Isetta)

Gesehen auf der Bremer Classic-Messe

Fiat 500f – Baujahr 1972

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Rockschule H. Dumont (Besitzer)

Ohne Dach – aufgeschnappt mit großem Kennzeichen

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Weitere Fotos

Zum Vergrößern anklicken

Das Goggolied

gibt es nur gegen Bares – statt dessen ein Werbefilm:

PJP

CeramicSpeed DrivEn – Bike without chain

Cycling

The bicycle is a major factor in relieving our cities from dirty and noisy car traffic. In this respect there are many innovations in bicycle development, especially for use as load carriers. Our cities are now stepping up their efforts to improve the transport network for cyclists, since many citizens also want to reach their jobs safely by bicycle.

Chainless Bike innovation

The chainless bike was presented at the bicycle fair in Friedrichshaven. A special highlight for the visitors. The drive works with a cardan shaft. 21 ball bearings made of ceramic are in interaction with the cardan shaft for the transmission of power, a chain is completely absent.

The advantages of this drive

  • 99% effective power transmission
  • 49% less friction compared to the chain drive
  • no chain available
  • no lubrication required
  • standard frame dimensions possible

Have a look at this video

More creative bicycle inventions

PJP

Light Microscopy – ultimate resolution

Sensation in Microscopic Research!

 ANobel Prize winner Stefan Hell (Göttinger Max Planck Institute (MPI)for biophysical chemistry) and his team have developed a new fluorescence microscope, called MINFLUX. They can seperate molecules with it, which are only nanometres (millionth of a millimeter) apart. 

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Titelbild: © Irene Böttcher-Gajewski

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„Wissenschaftler um Nobelpreisträger Stefan Hell vom Göttinger Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie haben nun geschafft, was lange Zeit als unmöglich galt: Sie haben ein neues Fluoreszenzmikroskop entwickelt, MINFLUX genannt, mit dem sich erstmals Moleküle trennen lassen, die nur Nanometer (millionstel Millimeter) voneinander entfernt sind. Dieses Mikroskop ist mehr als 100 Mal schärfer als herkömmliche Lichtmikroskopie und übertrifft selbst die bisher besten lichtmikroskopischen Methoden – das von Hell zuerst entwickelte STED und das von Nobelpreiskollege Eric Betzig erfundene PALM/STORM – um das bis zu 20-Fache. Für MINFLUX nutzte Hell die Stärken von STED und PALM/STORM in einem völlig neuen Konzept. Dieser Durchbruch eröffnet Wissenschaftlern grundlegend neue Möglichkeiten zu erforschen, wie Leben auf molekularer Ebene abläuft“ (Science, 22. Dezember 2016).

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Prof. Dr. Stefan Hell gemeinsam mit den Erstautoren der jetzt in Science erschienenen Arbeit Dr. Francisco Balzarotti, Yvan Eilers und Klaus Gwosch am Mikroskop (von links).

© Irene Böttcher-Gajewski / Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

„Mit MINFLUX erreichen wir Auflösungen von einem Nanometer, das ist der Durchmesser einzelner Moleküle – die ultimative Grenze dessen, was in der Fluoreszenzmikroskopie möglich ist“, erklärt Stefan Hell, Direktor am MPI für biophysikalische Chemie. „Ich bin überzeugt, dass MINFLUX-Mikroskope das Zeug dazu haben, eines der grundlegendsten Werkzeuge der Zellbiologie zu werden. Mit diesem Verfahren wird es in Zukunft möglich sein, Zellen molekular zu kartografieren und schnelle Vorgänge in ihrem Inneren in Echtzeit sichtbar zu machen. Das könnte unser Wissen über die molekularen Abläufe in lebenden Zellen revolutionieren.“ ( ).

Schärfer geht es nicht

Mit MINIFLUX lassen sich Bewegungen zeitlich genauer verfolgen als mit det der STED- oder PALM/STORM-Mikroskopie. Dadurch ist es möglich, sehr viel schnellere Bewegungen einzelner fluoreszenzmarkierter Moleküle in einer lebenden Zelle sichtbar zu machen.

Links: Bewegungsmuster von 3oS-Ribosomen (Bestandteile von Proteinfabriken farbig) im Bekterium E. coli (schwarz-weiß). 

Rechts: Bewegungsmuster eines einzelnen 3oS-Ribosom (grün) vergrößert dargestellt.

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© Yvan Eilers / Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie

PJP

Zugabe:

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Matches forever – with John Walker

John Walker was a chemist in Stockton on Tees (England).

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In 1826 he discovered through lucky accident that a stick coated with chemicals burst into flame when scraped across his hearth at home. He went on to invent the first friction match. Until the first half of the nineteenth century, the process by which fire was created was slow and laborious. Walker’s friction match revolutionised the production, application and the portability of fire. Walker sold his first „Friction Light“ on the 12th April 1827 from his pharmacy in Stockton on Tees. Walker’s first friction matches were made of cardboard but he soon began to use wooden splints cut by hand. Later he packaged the matches in a cardboard box equipped with a piece of sandpaper for striking. He was advised to patent his matches but chose not to and, as a result, Samuel Jones of London copied his idea and launched his own „Lucifers“ in 1829, an exact copy of Walkers „Friction Lights“ (Stockton Museum Service).

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©Stockton Museum Service

Tag des Streicholzes in Germany

Ein Apotheker, ein Stück Holz und eine Mischung aus Antimon(III)-sulfid und Kaliumchlorat. Das waren die Ursprünge unseres Streichholzes. Der Apotheker John Walker  entdeckte per Zufall, dass die oben genannte Mischung durch Reibung an einer rauen Oberfläche entzündet. Ihm verdanken wir daher nicht nur diesen nützlichen Gegenstand, den er am 27. November1826 erfand und 1827 auf den Markt brachte, sondern auch den heutigen Anlass. Denn dieses Datum führt der Rahmenkalender der kuriosen Feiertage aus aller Welt als den sogenannten Tag des Streichholzes.

Samuel Jones patentierte Walkers Friction lights als Lucifer`s

John Walker did not patent his invention. Samuel Jones from London copied his idea and marketed his matches as „Lucifer’s“!

Pech gehabt, aber trotzdem geht das heutige Streichholz auf seine zufällige Erfindung zurück! Ganz ähnlich ging es dem Apotheker John Pamberton, der die Coca Cola erfand. Er verkaufte sein Patent, ohne zu wissen, was aus seiner genialen Erfindung geworden ist.

Noch einige Fotos von neuen und alten bewährten Streichholzschachteln, die schon heute einen beträchtlichen Sammlerwert erzielen:

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PJP