Mein Jodeldiplom

Loriots Dudelei und Gedüdel

Lachen ist nun mal gesund (!!!), und es verbindet alle Menschen dieser Erde miteinander, ohne jede Sprachkenntnis.

Kennen sie den Ausdruck `von Herzen lachen´? Im Ernst betrachtet handelt es sich hierbei um einen Ausdruck, den der Volksmund geschaffen hat, und was der sagt, trifft immer zu. Lachen ist also eine `Herzensangelegenheit´ so wie die Liebe. Mittlerweile gibt es Studien darüber, wie das Lachen funktioniert und wie wichtig diese ursprüngliche Verhaltensform für unsere Lebensgestaltung und nicht zuletzt unsere Gesundheit ist. Es heiß ja auch `gesunder Humor´.

Inzwischen versucht man sogar herauszufinden, ob bzw. wie und warum Tiere lachen. Da kommt mir gleich das Bild eines Delphins in den Sinn. Diesen ganzen wissenschaftlichen Rahmen aufzudröseln, wäre allerdings im Rahmen meiner Diplomarbeit vermessen. Aber zumindest eine farbliche Tönung des Humors muss erwähnt werden. Sie wird als `englisch´ bezeichnet mit zunehmender Verdunklung bis hin zum rein `Schwarzen Humor´.

Mit leichterer Färbung heißt es z.B. `Lieber arm dran als Arm ab´. (Einen Bezug zu unserer Tagespolitik vermeide ich lieber) Schon sehr schwarz die sog. Mama Witze:

Kind: Mama, ich mag das Brüderchen nicht.

Mutter: Kind sei ruhig.

Kind: Mama, ich mag das Brüderchen aber wirklich nicht!

Mutter: Komm Kind sei ruhig, du isst was auf`n Tisch kommt´.

Oder

Kind: Mama ich möchte mit Opa spielen!

Mutter: Kind sei ruhig, der Sarg bleibt zu.

Es gibt so viele Facetten des Humors, die allerdings hier keinen Platz mehr finden.

Nur noch zwei ganz kleine für intellektuelle Beamte:

Zwei gehen durch den Wald. Nach einiger Zeit sagt der eine zum andern: Jetzt lass mich mal wieder in der Mitte gehen.

Ein letzter meiner Phantasie entsprungen:

Worauf achtet ein Beamter bei einer Leiche zuerst?

Auf den Stempel!…`Erledigt´.

Ich will mich jetzt Herrn von Bülow zuwenden und um die Persönlichkeit dieses ehrwürdigen Herrn  zu schützen, werde ich im weiteren Verlauf meines Artikels sein Pseudonym Loriot verwenden. Nun habe ich mich mal gefragt, wie und warum Herr Loriot mit seinem `Gedudel´ so erfolgreich ankam. Um diese Frage mit Humor zu nehmen, würde ich mich fragen, ob es nicht ganz einfach am Gedüdel lag, was dem Gedudel folgte. Aber im Ernst: Kann man einen Menschen, wie Herrn Loriot auch mal zum Lachen bringen? Im privaten Kreis sicherlich kein Problem, denn schließlich gehört das Lachen in diesem Rahmen bereits zum Plaudern oder chat , wie der Engländer sagt.

Herr Loriot, sie haben den Humor ja sozusagen auf die Spitze getrieben mit vollkommen unsinnigen Wortschöpfungen, diese in konkrete Problemsituationen des Menschen eingebaut, wenn es z.B. um die Frage geht, ob nun gedudelt werden müsse oder Düdeln vielleicht die richtige Lösung wäre. Dieser Spannungsbogen zwischen ernsthafter Lebensbewältigung und vollkommen unsinnigen Wortschöpfungen kann einfach nur belacht werden, sofern die darin versteckte Botschaft richtig nachempfunden wird. Man könnte auch sagen, Situationskomik XXL.

Haben sie schon mal einen Dudelsack geblasen? Ich denke, da hat sich schon so mancher die Zähne dran ausgebissen und selbst Profis im Blasen haben beim Dudelsack so heftig hyperventiliert, dass sie daran ohnmächtig geworden sind. Vielleicht werden sie noch eine Überraschung erleben, sollten sie es ausprobieren, denn schließlich ist heute alles möglich. Und wenn ich die ganzen Pfeifen betrachte, die an diesem Dudelsack so herumhängen, muss ich feststellen, dass ich noch nie einen gespielt habe. Aber zugegeben, der Humor des Düdelns darf sich mit Rücksichtnahme auf Loriot nicht in der Betrachtung eines sehr schwer zu blasenden Instruments erschöpfen. Denn schließlich flossen Loriots Sprachschöpfungen in viele Bereiche unseres kulturellen Lebens ein. Nicht nur Fußballspieler der Bundesliga wie z.B bei Werder Bremen haben sich seiner Begriffsbildung bedient, sondern es geht weit darüber hinaus. Aus dudel wurde z.B. Duden und Mann sagt ja auch häufig zu seiner Frau oder auch umgekehrt `Was weißt du d`n (schon)´.

Schließlich hat Loriot auch weltweit – im englischen Sprachgebrauch versteht sich – unglaublichen Einfluss gehabt. Das Düdeln blieb dabei allerdings außen vor, da der Umlaut im Englischen nicht bekannt ist. Beim Dudeln ließ sich die Schreibweise leicht übernehmen, englisch `doodlen´. Was allerdings wohl auf Grund eines Rechtsstreits öffentlich nie erwähnt wurde, ist die Tatsache, dass das Doodlen schließlich mit kleiner Veränderung in googlen umgeschrieben wurde und wir wissen jetzt alle, woher der Name `Google´ ursprünglich stammt. Von Loriot. Wir sollten uns – zu Ehren von Loriot   in unserem Land an diesen Ursprung halten und ich finde, dass `dudeln´ viel leichter über die Lippen geht als `googlen´. Was meinen sie? Überraschen sie ihre Freunde doch einmal mit ihrem Wissen über das Dudeln. Sagen sie einfach `Ich hab das gedudelt´ anstatt gegooglt…(?). Oder `Dudel das doch mal´ u.v.m..

Diesen Artikel habe ich verfasst, um Loriots Werke der Öffentlichkeit in Erinnerung zu bringen, mehr nicht.

Doch noch so viel zum Schluss:

Loriots bürgerlicher Name lautet Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, kurz Vicco von Bülow geb. am 12.11.1923 in Brandenburg an der Havel, gestorben am 22. August 2011 in Ammerland am Starnberger See (Quelle: Wikepedia). Weitere Hinweise finden sich reichlich im Internet und darüber hinaus. Nach Korrekturlesen meines Artikels bis hierher habe ich `Loriot´ mal gedudelt, weil ich ihn irgendwie vermisse.

Aufgrund der hohen Ansprüche wird das Jodeldiplom überwiegend nur von Akademikern erreicht. Aber sehen sie selbst:

Vielen Dank!

Pete J. Probe

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