Wir alle – ein Suchtgesellschaft?

Ich übernehme einen Artikel von Matthias Weiss im Wortlaut

Matthias Weiss schreibt in seinem Blog: Praxis Hokairos Über Gott und die Welt…frisch von der Leber weg über alles, was ihn bewegt; vornehmlich zu gesellschaftlichen Themen und solchen der Spiritualität. Es darf aber auch einmal lustig, kunstig oder leicht provokant sein.

Sein Beitrag zum Thema Suchtgesellschaft

„In einem seiner Bücher analysiert Dr. Patrick Carnes unsere Gesellschaft auf ihr Suchtpotenzial hin und kommt zu einigen wirklich relevanten Schlüsselementen, welche das Gedeihen von Sucht in unseren Breitengraden fördern (S. 87-90):

  • Unsere Gesellschaft orientiert sich an Bequemlichkeit und daran, Hindernisse wegzuräumen, die der Bedürfnisbefriedigung im Weg stehen. Vom Ölwechsel bis zum Zubereiten von Mahlzeiten kann alles mit geringstem Aufwand bewerkstelligt werden. Von der Bequemlichkeitsmoral angetrieben, wenden Süchtige einfach die Logik der Sofortbefriedigung an, um ihre Ängste zu verringern.
  • Unsere Gesellschaft legt Wert auf raffinierte Technologien und geht davon aus, dass die Technik sämtliche Probleme lösen kann. Ölkatastrophen, Krebs, Aids oder das Ozonloch – um welche Krise es auch immer gehen mag, wir stellen uns nicht den Realitäten, weil wir völlig ungerechtfertigt darauf vertrauen, dass irgend jemand mit einer technologischen Neuerung kommt und den Schaden behebt. Fixe Lösungen sind in unserer postindustriellen Gesellschaft zu einer Art Lebensstil geworden.
  • Unsere Gesellschaft ist eher auf der Suche nach Unterhaltung und Flucht als Sinn und Bedeutung des Lebens. Die Dichter von früher oder die anderer Kulturen erzählten Geschichten, die nicht nur unterhaltsam waren, sondern auch Sinn, bestimmte Fertigkeiten oder geschichtliches Wissen vermittelten. Und am wichtigsten ist, dass sie im Laufe ihrer wiederholten Verbreitung die Menschen in ihrer Verbundenheit mit der Gemeinschaft bestärkten. Zeitgenössische Autoren wollen meistens nur unterhaltend sein. Sie schildern unwirkliche Szenen, die wenig mit dem Leben zu tun haben, das die meisten von uns führen. Kino, Fernsehen, Romane und  Zeitschriften, die weder Sinn noch Verbundenheit vermitteln, tragen zu einem Mangel an Sinn bei, den der Soziologe Durkheim als Anomie bezeichnet, den Zustand von Sinnlosigkeit, der dem Selbstmord vorangeht.
  • Unsere Gesellschaft erfährt eine massive Verlagerung der Werte, was heisst, dass sich unsere Sicht der Welt ständig ändert. Bei jedem neuen technologischen Durchbruch wird unsere Sicht der Welt auf irgend eine Weise in Frage gestellt. Wir sind uns zum Beispiel immer noch in keinster Weise einig über Geburtenkontrolle. Genspaltung, Computer, Atomkraft, Leihmütter und die Raumfahrttechnologie stellen unser traditionelles Wertesystem in Frage. Die Folge ist eine fortlaufende Verwirrung in bezug auf Werte, die zu unseren Lebensschwierigkeiten beiträgt.
  • Unsere Gesellschaft wird von der Zerrüttung des Familienlebens erschüttert. Zwei von sämtlichen drei Erst-Ehen enden mit der Scheidung. In 54 Prozent aller Ehen arbeiten beide Partner (was für viele bedeutet, dass die Frau zwei Berufe hat, Familie und Beruf). Unsere Versorgung mit Kindertagesstätten ist noch immer sehr lückenhaft. Noch schlimmer ist, dass wir zum ersten Mal zwei Menschen (ein Paar) mit der Kindererziehung allein lassen, ganz zu schweigen von den vielen allein erziehenden Müttern und Vätern. Eltern im achtzehnten Jahrhundert hatten mehr Möglichkeiten, ihre Kinder unterzubringen, als wir heute. Tiefgehende Verlassenheitsgefühle sind die Folge, und diese bilden den Kern süchtiger Sehnsüchte.
  • Wir erleben in unserer Gesellschaft einen Verlust an Gemeinschaft. Der Durchschnittsangestellte wechselt seine Arbeit alle achtzehn Monate, und die Durchschnittsfamilie zieht alle drei Jahre um. Soziologen sagen, dass der Aufbau eines Unterstützungsnetzwerkes in einer Gemeinschaft drei Jahre braucht. Der Zerfall von Gemeinschaftsnetzwerken führt zu Isolation, einer der Faktoren, die für Kindsmissbrauch, körperliche Gewalt und Sucht ausschlaggebend sind.
  • Unsere Gesellschaft ist eine Stressgesellschaft. Menschen übernehmen sich, decken sich zu mit Verpflichtungen oder kämpfen einen erbitterten Kampf, um sich durchzuschlagen. Dieser persönliche Stress hängt mit dem nationalen ökonomischen Kampf, dem internationalen Wettbewerb und der globalen Krise zusammen und wird von unseren Nachrichtenmedien mit ihrer ausschliesslichen Ausrichtung auf Krisen, Katastrophen und Bedrohungen noch verstärkt. Die Folge ist eine chronische Besorgtheit, die sowohl der allgemeinen Bedrohung gilt, die uns alle betrifft, die sich aber auch mit den individuellen Ängsten des einzelnen vermischt.
  • Unsere Gesellschaft ist eine Ausbeutungsgesellschaft. Überall, wo Unterdrückung oder ökonomische Benachteiligung existiert, wird der menschlichen Sorge um andere auch ein tief verwurzelter Zynismus entgegengebracht. Selbst wenn wir nicht zu den Opfern gehören, machen wir eine ähnliche Erfahrung wie die Geschwister in einer Familie, in der andere misshandelt werden, ohne dass sie selbst direkt davon betroffen sind. Das Leben in einer solchen Umgebung fördert das Misstrauen, und genau dieses Misstrauen nährt die Sucht.
  • Unsere Gesellschaft zeichnet sich durch eine grundlegende Verleugnung menschlicher Grenzen aus, und das schliesst sogar den Tod mit ein. Die Verneinung menschlicher Grenzen führt zu einer unrealistischen Einschätzung dessen, was wir bewältigen oder erreichen können. Wenn es keine Grenzen gibt, gerät unsere geistige Gesundheit in Gefahr, und die Sucht gedeiht.
  • Wir sind eine Gesellschaft mit vielen Süchtigen. Angefangen mit Spiel-, Sex-, Ess- und Drogensüchtigen geht es weiter zu den Menschen, die an mehrfachen Süchten leiden, bis zu all denjenigen, die von Süchtigen in Mitleidenschaft gezogen werden, wie zum Beispiel die 28 Millionen erwachsenen Kinder von Alkoholikern. Eine jüngste Schätzung nennt eine Zahl von über 131 Millionen Menschen, die in unserer Gesellschaft süchtig oder indirekt von Sucht betroffen sind. Wenn über die Hälfte der Bevölkerung mit Sucht zu tun hat, spielen suchtkranke Normen eine zentrale Rolle für gesellschaftliche Erfahrungen.“

Ich schließe mich diesen Ausführungen an und ergänze noch ein wesentliches Suchtpotential, das in unserer Ernährung liegt:

Dazu ein Auszug aus einem meiner Artikel:

`Die Nahrungsmittelindustrie hat uns fest im Griff. Früher hat sie uns ernährt, heute ernähren wir sie, die Nahrungsmittelindustrie-Lobbyisten mit unserem Geld. Es ist wissenschaftlich (neurobiologisch belegt) bewiesen, dass wir (bzw. unser Gehirn) von ungesunden Inhaltsstoffen abhängig sind, ob wir es wollen oder nicht (Belege liegen mir vor). Jeder von uns ist davon betroffen, und ich schließe mich davon noch nicht ganz aus. Wie ist das nun möglich, wenn wir uns doch alle so gesund ernähren?…..´

Mehr dazu unter diesem link:

Stoffe, die uns süchtig machen

Wie denkst du und wie denken sie darüber? Wer mag etwas dazu sagen?

Fazit: Wer nicht mehr nachdenkt, verkürzt sein Leben.

PJP

Intelligenz – Was ist das?

Sind sie intelligent? Bist du intelligent?

Egal, wie man es dreht und wendet. Um diese Frage zu beantworten, müssen wir der Frage nachgehen, was Intelligenz ist, was es bedeutet. Eigentlich ist es nur ein Wort, ein Konstrukt. Mehr nicht.

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Die Wortbedeutung

Intelligenz kommt aus dem Lateinischen Wort `intellego´ und heißt so viel, wie `wahrnehmen, ersehen / einsehen, erkennen, verstehen / (sich) denken, sich vorstellen. `Intelligentia´ bedeutet demnach `Einsicht, Verständnis, Kenntnis; Begriff, Erkenntnisvermögen (aus Der Taschen_Heinrich – Lateinisch-Deutsches Taschenwörterbuch Klett 1948).

Intelligenz uns Wissen – Was weiß(t) Duden(n)

Was hat Intelligenz mit Wissen zu tun? Ist davon auszugehen, dass die Intelligenz und das Wissen sich proportional zueinander verhalten, dass wer mehr weiß soz. auch intelligenter ist? Wenn man der ursprünglichen Wortbedeutung von Intelligenz in Betracht zieht, muss man dem eindeutig widersprechen, weil der Begriff Wissen hier gar nicht erwähnt wird. Es geht vielmehr um das Begreifen, was die Intelligenz ausmacht. Um das Erkenntnisvermögen, das Einsehen, erkennen, verstehen.

Fazit (1)

Wissen heißt gar nichts. Begreifen ist alles.

Intelligenz und Sprache

Intelligenz ist nicht unmittelbar an Sprache gebunden. Bereits im vorsprachlichen Stadium entwickelt sich die Intelligenz eines Menschen durch konkrete Handlungen. Das Kind beginnt zu ordnen, zu sortieren, zu vergleichen mit konkretem Material. Im freien Spiel ist die Palette der Gegenstände beliebig, von Haushaltsgeräten bis hin zum Spielen mit Streichhölzern. Das ist das sog. `Operationale Stadium´ das Spielen mit konkreten Gegenständen. Danach lernt das Kind, mit dem Stift in der Hand zu malen. Das betrifft den `symbolisch signitiven´ Bereich, der über die Sprachentwicklung zum Abstraktionvermögen und über die Mengeninvarianz zum Zahlbegriff führt. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, diese Zusammenhänge näher zu erläutern.

Zwischenfrage:

Können sie noch einen Nagel in die Wand schlagen?

Piaget weiß mehr:

Jean Piaget

Intelligenz und Wissenschaft

In diesem Zusammenhang möchte ich auf meinen Artikel `Wissenschaft – eine Erfindung´ verweisen. Es geht hier darum, wie Wissenschaft überhaupt entstanden ist:

Wissenschaft eine Erfindung

Bilder trainieren das Intelligenzvermögen

Fotos sind Bilder. Sie werden visuell wahrgenommen und hinterlassen einen Eindruck, der an unsere Gefühle gebunden ist. Ein Foto eines leckeren Gerichtes lässt unseren Geruchssinn wach und macht Appetit. Hunger stellt sich ein. Ebenso das Foto einer duftenden Blume. Es weckt Emotionen, sofern wir sie überhaupt noch wahrnehmen können. Nur bleibt es wenigen vorbehalten, Fotos entsprechend wahrzunehmen, weil wir von visuellen Reizen im Internet und Fernsehen überflutet werden, was zu einer `Abstumpfung´ unserer Vorstellungskraft und Gefühlswelt führt.

Fotorätsel

Meine Fotorätsel stellen eine besondere Herausforderung an ihre/eure Intelligenz. In der deutschen Version geht es darum, die Bedeutung eines Fotos in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen. Dazu ist es notwendig, sich der richtigen Lösung sprachlich mit `Heranfragen´ zu nähern. Und das ist nicht so einfach. Als Beispiel möchte ich euch zwei Rätselfotos zeigen, die ich gestern geschossen habe.

Nr. 1 Mit folgender Frage:

Welche 2 Funktionen hat der alte Topf?

0005_Rätsel

Nr 2 Mit einer Frage, die etwas mehr Vorstellungskraft, Phantasie und Denkarbeit erfordert:

Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Zeitungrohr und dem ausgesägten Holzstamm (4,5 kg schwer)?

0006_Rätselfoto

PJP

Zugabe:

Selfys

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Ich sitz hier mal wieder und trink meinen T (mein erstes Selfy).

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Dann rauch ich erst mal eine und versuche, meine Kamera zu begreifen, aber sie will mich einfach nicht verstehen!!

Dieser  Artikel soll dich dazu ermutigen, mal eine Idee zu den gestellten Foto-Fragen zu kommentieren. Es tut nicht weh und macht Spaß.

Lieber Gott schmeiß Hirn vom Himmel!