Medienerziehung an deutschen Schulen – Studien&Fakten

Sechszehn deutsche Schulsysteme

Die deutschen Schulsysteme tun sich schwer darin, der Medienerziehung der SchülerInnen gerecht zu werden. Sie stellt nicht nur eine Herausforderung für die Lehrer dar, sondern insbesondere auch für die Eltern. Handys, Smartphones und Tabletts dienen inzwischen als Kommunikationsmittel und die Nutzung des Internets ist quasi unbegrenzt. Ein rechtsfreier Raum, in dem unsere Kinder vor Missbrauch nicht geschützt sind. Hier bedarf es der Aufklärung und Erziehung, wie man achtsam im Umgang mit dem Internet bleibt und sich darin nicht verliert.

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Medienerziehung in den USA

In den USA hat die Medienerziehung in den Schulen von Anfang an schon seit vielen Jahren höchste Priorität.

Sechszehn deutsche Schulsysteme

Die Angebote der Schullaufbahnen sind in den 16 Bundesländern mehr als kompliziert. Die Schulverwaltungen der Länder sind bestrebt, sich mit ständig neuen Schul- und Schulstufenformen die gegenseitig zu überbieten. Ein gigantischer bürokratischer Aufwand, der dann in der sog. Bund-Länder Kommission ausgehandelt wird. Das führt auch dazu, dass Schulabgänger (Abiturienten) aus Bremen wohl kaum Aussicht auf einen Studienplatz in Bayern haben. In der Lehrerausbildung ist das exakt das gleiche. Hier werden in den Regierungsbezirken der Länder selbst schon ganz unterschiedliche Anforderungen gestellt und je nachdem, wo du deine Ausbildung gemacht hast, sind deine Chancen für eine Einstellung. Dieses ganze komplexe Chaos mündet in einen großen bürokratischen Wasserkopf von Erlässen, Verfügungen und Verordnungen, die keiner mehr versteht. Und es obliegt nur der einzelnen Schulen selbst bzw. den Schulleitern, sich dieser ganzen Misere mehr oder weniger zu entziehen, um sich überwiegend nur dem Unterricht und den Schülern zuwenden zu können.

Regierungsbezirke

300px-Regierungsbezirke_Deutschlands_1981-2008.svg

Einige Länder haben die Regierungsbezirke abgeschafft.

Chancengleichheit

001_Chancengleichheit_Einstein

Chancengleichheit ist im Deutschen Bildungssystem leider ausgeschlossen.

Schulleiter

Es ist inzwischen hinreichend bekannt, dass es an Schulleitern fehlt. Denn wer hat schon noch Lust, sich mit diesem System der Verwaltung auseinander zu setzen und sich dann auch noch mit riesigen Papierbergen von Akten `Schulinspektionen´ zu stellen, die von ehemals gescheiterten Lehrern Lehrern (Dezernenten), die sich in der Verwaltung hochgedient haben, durchgeführt werden. Von Pädagogik keine Ahnung zu haben, aber eine Schule zu beurteilen, ist m.E. ein Skandal und trägt nur zur Verunsicherung der Lehrer bei.

Digitalisierung – Internet – Medien 

Die Digitalisierung (auch im Rahmen der Medienerziehung) schreitet nur langsam voran, da es – aus besagten Gründen – an Konzepten fehlt, um die sich die 16 Bundesländer offenbar noch streiten. Außerdem ist auch zu beklagen, dass die finanziellen Mittel in den Schulsystemen der Bundesländer häufig nicht hinreichen, so dass der Staat in die Pflicht genommen werden müsste, was ja offenbar in der GroKo inzwischen verhandelt wurde. 

Die Bertelsmann Stiftung

Die Bertelsmann Stiftung liefert die Fakten (Studien), die der Staat verpennt, um es mal so auszudrücken. Das mag folgendes Zitat zum Ausdruck zu bringen:

„Digitalisierung an Schulen: Der Geist ist willig, das WLAN ist schwach

Die digitale Welt verändert das Lernen wie kaum eine gesellschaftliche Entwicklung zuvor. Viele Schulen haben das erkannt, aber noch nicht in ihrem Schulalltag umgesetzt. Lehrer und Schulleiter begrüßen zwar grundsätzlich die neuen Technologien – für ihren pädagogisch sinnvollen Einsatz fehlt es jedoch noch immer an Konzepten, Weiterbildung und Infrastruktur.“

Damit übergebe ich an die Bertelsmann Stiftung (link):

Geist ist willig, wlan schwach

001_Hundemüde2_(PJP)

Eine Studie in Hundekitas hat ergeben, dass die kleinen Racker wenig Interesse an der medialen Welt des Internets zeigen. Sie verschlafen das Angebot – eine schöne Metapher  der Realität unserer Schul- und Bildungspolitik. 

PJP

12 Kommentare zu “Medienerziehung an deutschen Schulen – Studien&Fakten

  1. Ich persönlich halte diese Art der „Medienerziehung“ für höchst bedenklich! Warum? Sie gebirt Bewegungslegastheniker die zwar gut „Wischen“ können aber die Möglichkeiten eines Körpers gar nicht mehr kennen UND der „eigene Wille“ verkümmert dabei.

    Wer wird diese Art Menschen, ich nenn sie gerne „Bolognakrüppel“ später mal ernähren?? Was passiert wenn der Strom ausfällt??

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    • Hallo und guten Morgen,
      ich weiß nicht, welche `Art´ von Medienerziehung du meinst, aber deine Argumente sprechen ja gerade für eine Medienerziehung!!
      Oder habe ich dich missverstanden?
      Danke für den Beitrag, vielleicht mag sich ja noch jemand dazu äußern.
      Jürgen aus Loy (PJP)

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      • Der “ Drecksack“ 🙂😉 meint besstimmt die Verwendung von Medien als Lehrmittel in der Schule im Allgemeinen.
        Unter Medienerziehung verstehe ich, weiman mit den Medien sinvoll umgehen lernt, bzw. Gefahren , die sie mit sich bringt zu minimieren. Wenn das überhaupt möglich ist.
        Aber ansonsten sind die “ Drecksackargumente“ gegen den Einsatz von Computer, Laptop usw. nicht von der Hand zu weisen.
        Und was wird aus der guten alten Handschrift ? Bücher gibt es dann auch bald keine mehr, eine traurige , armselige Entwicklung….
        C.H.

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      • Habe die Ehre

        Ja klar, aber nicht für jene, die sich die Schulen da auf die Fahne schreiben. Die Eltern im Sillikon Valley geben ihren Kindern meist frühstens ab 15/16 Jahren überhaupt n Smartphone.

        Was unsere Schulen und Eltern gerade heranziehen kann, überspitzt formuliert, vielleicht später noch die T-Shirts für China nähen.

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      • Überspitzt formuliert ist das heute so. Das ganze Internet hat die Welt komplett verändert.
        Und dafür stehen wir alle in der Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen und müssen bei uns selbst anfangen und soz. ein Vorbild abgeben. Nur TUN müssen wir was und das mach ich auch.
        PJP

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      • Das wahre Leben spielt sich nicht im Internet ab. Und nur da potenziert sich die Dummheit der Menschen.
        Früher war das mal anders. `Back to the roots!´ ist mein Lebensmotto.
        Der gute Albert Einstein hat das alles vorausgesehen. Ich bin gerade eine Minute im Netz, hab heute viel bewegt und muss jetzt abschalten.
        Nur eine Frage noch ganz spontan:
        `When was the last time you did something for the first time?´
        Immer gut, darüber mal nachzudenken.
        Mehr gerne später!
        Schönen Abend!
        Jürgen aus Loy (PJP) – a bit dizzy 🙂

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  2. Guten Morgen,

    da sprichst Du ja gleich mehrere komplexe Themen an, die die Bildung in Deutschland betreffen.
    Es gibt auf allen Gebieten Verbesserungsbedarf unddie Notwendigkjeit eines Umdenkens.

    Ein Vorteil der Digitalisierung in Schulen fällt mir spontan ein : Das Tragen von vielen schweren Büchern !!
    Außerdem wird Papiuer gespart . Aber ansonsten ?? Da überwiegen wohl die Gefahren , die Medienerziehung kann das bestimmt nur schwer auffangen.

    Chancengleichheit ist eine Illusion, sie kann immer wieder versucht angestrebt zu werden.
    Nicht nur in den Bundesländern, sondern auch von Schule zu Schule herrschen verschiedene Konzepte .
    Vom Bewertungssystem der Leistungen mal ganz abgesehen.

    Aberes gibt ja noch alternative Schulen, wie z.b . die Walldorfschulen, leider oft nicht so anerkannt in unserer Gesellschaft.
    C.H.

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    • Hallo Clara,
      in der Tat kritisiere ich das ganze Bildungssystem grundsätzlich, und das ist schon sehr komplex, wie das abläuft. Nach den Vorgaben eines sog. `Qualitätsmanagements´ wetteifern 16 Bundesländer um die besten Konzepte und das ganze mündet in einem bürokratisches Chaos. Länder wie zB Taiwan, Südkorea etc.pp sind uns schon seit der ersten Pisa Studie weit überlegen und wir rangieren inzwischen im oberen Mittelfeld.
      Fazit: Wir brauchen ein bundesweit einheitliches Bildungssystem mit einheitlichen Richtlinien und Vorgaben. Das ersparte viel Bürokratismus und würde auch der Chancengleichheit besser gerecht.
      Vielen Dank, bekomm gerade einen Anruf!
      Jürgen aus Loy (PJP)

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  3. Ist mir dazu eingefallen !.

    Im Netz scheint sich ja groß niemand für Deinen wichtigen uns allen betreffenden post zu interessieren !!
    Die Leute sind weitestgehend empfänglicher für “ Tratsch“ ?
    Aber zu Hause und besonders am Telefon scheinst Du ja ein gefragter Mann zu sein 😁, ist ja auch persönlicher , als das world wiide anonymnet.
    Du solltest mal Deine “ Artikel“ zielgerechter adressieren, um meinungsbildend was zu bewegen.

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    • Hallo,
      wie oft hab ich dieses Lied wohl schon gehört. Nur schade, dass die Betroffenen – die Schüler – nicht zu Wort kommen. Und die Lehrer trauen sich eh nicht, sich mal kritisch zu äußern, weil sie als Beamte Angst haben, ihren Status zu verlieren.
      Pink Floyd hat sich als Chor Kinder aus unteren Schichten der Gesellschaft geholt, die entsprechend auch beschult wurden (kein Scherz).
      England ist nun mal eine Klassengesellschaft (worker class, upper class etc.) und dem hat das Lied auch `eine Lehre erteilen´ sollen.
      Ich hab das auch schon mal mit einer Schülerband gespielt. Aber das ist lange her…
      `Meinungsbildend was bewegen´ ist schon mein Anliegen, Aber das ist in Deutschland nicht so einfach, weil alle nur mit sich selbst beschäftigt sind. Außerdem geht`s abends vor die Glotze, Chips essen und `Trump gucken´, sag ich immer 🙂 , bevor man durch das Abendprogramm langsam eingelullt wird. Und wenn die meisten ins Bett müssen, kommen die wichtigen bildenden Sendungen (durch Einschaltquoten gesteuert). Erst wenn`s uns in Deutschland mal wieder nicht so gut geht, wird sich was bewegen.
      Ich hör jetzt lieber auf zu meckern und geh mal wieder in die Sonne.
      Vielen Dank für Pink Floyd!!!
      Jürgen aus Loy (PJP)

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  4. Pingback: Medienerziehung an deutschen Schulen – Studien&Fakten — 4alle/4all – medienseminar

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