Synchronizität oder Zufall

Ich beziehe mich auf den Kommentar von Nadine, um zwei Begriffe zu erwähnen, die zu den vermeintlichen Zufällen passen, die Synchronizität und Noetik.

Zufälle sind das zeitliche Zusammentreffen von zwar nicht kausal, aber durch einen gemeinsamen Sinn verbundener Geschehnisse. Der Psychoanalytiker C.G. Jung hat dieses Phänomen untersucht und den Begriff Synchronizität eingeführt. Synchron bedeutet gleichzeitig und unter Synchronizität versteht man das Phänomen, dass zwei Geschehnisse (eins in der Außenwelt und eins in der menschlichen Psyche) zeitlich zusammentreffen, ohne dass sie die gleiche Ursache haben (akausal). Die Essenz der Synchronizität liegt nun darin, dass entsprechende Muster für den, der sie erfährt einen Sinn oder Wert besitzen. Wie schon in meinem vorangegangenen Artikel erwähnt, kommen solche Geschehnisse m.E. nur unangemeldet und wenn man darauf achtet, kommen sie immer wieder vor. Vielleicht ein Beispiel, das ich einmal erlebt habe:

Ich sitze ganz allein schlecht gelaunt im Regen unter einem Schirm vor meiner Stammkneipe. Bei der Bestellung eines Bieres scherze ich mit der Kellnerin über das Wetter und bemerke noch `das ist der typische Londoner Regen´. Als ich so über meine tolle Zeit in London vor mich hin träume, setzt sich ein junger Mann an einen anderen Tisch. Ich drehe mir eine Zigarrette und frage ihn nach Feuer. Dabei stellt sich heraus, dass dieser Mann ein waschechter Londoner ist und nicht weit vom St. James Park wohnt. Ich geselle mich zu ihm, wir einigen uns auf `Londoner Regen´  und unterhalten uns auf Englisch sehr angeregt, wobei ich ihm u. a. meine erste Zeit in den Sechziger Jahren in London beschrieb, eine Zeit, in der er noch nicht einmal geboren war. Die Unterhaltung erstreckte sich auf mehr als eine Stunde, und ich vergaß aus Begeisterung die Zeit und meine zwei Biere zu bezahlen.

Ich möchte es bei diesem Beispiel belassen in diesem Zusammenhang noch die Noetik erwähnen.

Noetik ist eine junge Wissenschaft, die in Dan Browns Roman »Das verlorene Symbol« die Hauptrolle spielt. Noetik bezieht sich auf Quantenphysik und Bewusstseinsforschung und behauptet: Geist und Materie sind gar nicht getrennt. Die Noetiker gehen davon aus, dass der menschliche Geist mit der Materie verbunden ist und ziehen daraus den Schluss, dass man materielle Vorgänge durch Geisteskraft beeinflussen kann. Dass eine Verbindung besteht mag ja so sein, aber dass man materielle Vorgänge durch Geisteskraft bewusst (!) beeinflussen oder lenken kann, halte ich für Humbug. Oder?

Es wäre interessant zu erfahren, ob irgendjemand Erfahrungen mit ähnlichen Zufällen bzw. Synchronizitäten hat, gern philosophiert und Lust hat, in diesem Forum darüber zu berichten.

Vielen Dank!

Pete J. Probe

8 Kommentare zu “Synchronizität oder Zufall

  1. Die Synchronizität leuchtet mir ein, leider fällt mir ad hoc kein Beispiel ein…denke noch nach. Den Roman habe ich nicht gelesen, daher war mir die Noetik bisher nicht bekannt. Spotan ist mir eingefallen, dass ich die ganze Nacht gedacht habe, dass der Schnee von den Straßen soll, damit ich heute und morgen Abend meine Fahrten machen kann. Ein bisschen Schnee ist weggeschmolzen. Aber ich glaube nicht, dass ich das war.

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  2. Ich als notorischer Nichtleser (leider!) hab den Roman auch nicht gelesen. Außerdem ist es schwierig für Leute, die viel um die Ohren haben, sowas wie Synchronititäten wahrzunehmen. Es sind eben oft nur Kleinigkeiten, die sich immer wiederholen z.B. wenn ich abends zufällig auf die Uhr gucke, ist es meistens 22.22 Uhr, aber das scheint wohl eher reiner Zufall zu sein und ist für mich nicht von besonderer Bedeutung.

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  3. Einen metaphorischen Einblick in das Wesen einer Synchronizität als akausales Ereignis soll folgendes Beispiel leisten.
    Gehen wir davon aus, dass in unserer uns bekannten dreidimensionalen Welt eine als Rechteck bestehende und von der Größe her definierte zweidimensionale Welt als zweidimensionale Projektion besteht. Die Bewohner dieses Flächenlandes sind dementsprechend zweidimensionale Wesen und können sich auch nur in ihrer Zweidimensionalität bewegen. Die Wissenschaftler dieser zweidimensionalen Welt haben ihre eigene Naturwissenschaft entwickelt und können alle zweidimensionalen Ereignisse vorhersagen und erklären. Wenn man nun davon ausgeht, dass diese von der Größe begrenzte zweidimensionale Welt auf einer horizontalen Ebene liegt und man als Außenstehender eine Banane, die man horizontal und mit beiden Enden nach unten gerichtet hält, soweit durch die zweidimensionale Projektion führt, das gerade eben die beiden Enden hindurchragen, so entstehen an den Stellen, an denen die beiden Enden der Banane durch die Projektion hindurchtreten, ovale Schatten, die genau dem Umfang der Banane an dieser Stelle entsprechen. Das Phänomen des Auftretens dieses ovalen Schattens tritt durch die Form der Banane, die ja zwei Enden besitzt, somit an zwei, örtlich voneinander getrennten Orten zeitgleich (synchron) auf. Man spricht an dieser Stelle von einem akausalen Zusammenhang, da die beiden entstehenden Schatten in keinem Ursache-Wirkungs(=kausal)-Verhältnis zueinander stehen, da sie zeitgleich auftreten. Bei einer kausalen Beziehung kommt die Ursache der Wirkung immer zeitlich zuvor, was ein zeitgleiches Auftreten automatisch ausschließt. Die Synchronizität dieser beiden Ereignisse wird unter den Flächenlandbewohnern folgende Frage aufwerfen: „Gibt es zwischen diesen beiden zeitgleichen Ereignissen einen Zusammenhang? In welcher sinnvollen Beziehung stehen diese zueinander?“
    Mit ihrer begrenzten Wahrnehmung der Zweidimensionalität können sie das zeitgleiche und akausale Auftreten der beiden ovalen Schatten nicht erklären, da sie die dreidimensionale Form der Banane, die das entsprechende Muster zur Erklärung bereithält, nicht fassen können. Aus diesem Grund bleiben sie in ihren Erklärungsansätzen limitiert, können aber natürlich ein theoretisches Konstrukt entwickeln, mit dem sie auf einen akausalen Sinn schließen, der auf einer höheren, für sie nicht fassbaren Dimension, beruht.
    Und so kann es sich eben mit den Synchronizitäten, mit denen wir konfrontiert werden, ähnlich verhalten. Diese machen dann auf einer für uns höherdimensionalen Ebene Sinn, die uns aber aufgrund unseres begrenzten Auffassungsvermögens als solche verborgen bleibt. Solange wir trotzdem einen Gehalt für uns aus diesen Erfahrungen erkennen und positiv nutzen, so ist es hinsichtlich dessen schließlich egal, ob wir wissen wie Synchronizitäten zustande kommen. In diesem Sinne: Immer schön offen sein für Synchronizitäten und seinen eigenen Sinn in diesen erkennen lernen.

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  4. Das Phänomen der Synchronizität ist ein Gemisch aus: Quantenverschränkung, Spiegel der Seele und Paranormalität. Denkt man bewusst an dieses Phänomen sieht man überall Zufälle. Mir selbst ist dieses Phänomen zugefallen bis ich es studiert habe für mich und heraus fand, das auch Carl Gustav Jung sich mit Zufällen auseinandersetzte. Das Phänomen der Synchronizitäten spielt in meinem Leben eine wichtige und ernste Rolle weil es auf meiner philosophischen Reise alles war, was überhaupt noch existiert. Nun hört man aus der Hirnforschung das alles was wir sehen eine konstruktion unseres Gehirns ist. Es ist wirklich schwierig das Phänomen in Worten zu fassen. Selbst nach drei Jahren Forschung die hinter mir liegen kann ich noch immer keinen Begriff für dieses ETWAS finden. Es ist unfassbar für mich. Eine Seite namens Quantica stellte ein Video über das Phänomen der Synchronizitäten rein und sagen, es wäre schon entschlüsselt. Als ich fragte was dieses Phänomen denn wirklich sei bekam ich keine Antwort. Ich bin der Meinung es ist noch nicht entschlüsselt worden. Es ist ein Rätsel für die ganze Menschheit. Und es ist ein Zeichen dafür, das unser Leben Sinn macht. Weil ja zufällig die Dinge unabhängig voneinander zusammenpassen. Wir haben noch immer den Stand des 17. Jahrhunderts in der Schule weshalb wir uns nicht wirklich mit solchen Dingen auseinandersetzen können. Die meisten verstehen überhaupt nicht was dieses Phänomen bedeutet. Für mich bedeutet es alles. Es hat meine Welt verändert. Es ist mein Glück, das ich dieses Phänomen aus eigener Erfahrung erleben darf. Egal wo ich bin es ist in mir wohin ich gehe. Doch siehst du auch das was ich sehe? Das alles klingt verrückt für die Menschen, die nie aus ihrer Schubladen Denken Welt ausgebrochen sind. Ich habe Altenpflege gemacht und über vieles nachgedacht. Kann dieses Phänomen wirklich nur empfehlen. Es zeigt uns den Weg. ES ist phänomenal unfassbar unbeschreiblich. Meine philosophischen Reisen habe ich zum Teil in ein Buch hinein geschrieben unter http://www.jenniferjahnke.de Ganz hinten zum kostenlosen download. In Zukunft werde ich noch ein ausführliches Hörbuch machen für jedermann verständlich. Wer möchte kann sich diese Dinge mitnehmen. Es sind Dinge die ich teilen möchte. Es ist alles was noch bleibt. Selbst wenn ich nicht mehr bin.

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  5. Hallo allerseits! Das was ich bisher gelesen habe, erinnert mich stark an die Wirksamkeit der Schwingungsgesetze.
    Denn alles was passiert, passiert weil es auf Deine Schwingungen reagiert.

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    • Hallo Dagmar,
      vielen Dank für deine Gedanken zum Thema Synchronizität. Deinen Beitrag finde ich sehr interessant, weil ja sozusagen alles miteinander verbunden ist. Ich nenne es `Das verborgene Verbundsystem´.
      Leider habe ich gerade keine Zeit und bin über die Schwingungsgesetze nicht informiert. Werde das aber nachholen und mich evtl. später nochmal melden.
      Also nochmal schönen Dank und`ne gute Restwoche mit viel Sonne!
      L. G.
      Pete J. Probe

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  6. Dem Kommentar zur Sache vorausgeschickt:
    Ich befasse mich seit 1991 mit der „Krankheit der Gesellschaft“, der „kollektiven (und individuellen) Neurose“ und (Selbst-)Entfremdung sowie den weiteren durch Neurose bedingten (kollektiven und individuellen) Störungen in der zivilisierten Gesellschaft. Insbesondere erwähne ich dies wegen der Enfremdung der großen Mehrheit von der Seele, dem „höheren / wahren Selbst“, dem „höheren Bewußtsein“ UND den Begrifflichkeiten, die sich auf diesen – feinstofflichen – Bereich beziehen. Diese Begriffe sind – trotz des Eintritts der (kollektiven) Neurose NOCH vorhanden, aber sie werden von den Befallenen falsch gedeutet.

    Zur Sache:
    Synchronizitäten sind mir selbst schon in der Jugend widerfahren, als ich den Begriff noch nicht kannte und von den Ursachen noch keine Ahnung hatte. Es geschah meiner Erinnerung nach hauptsächlich in der Pubertätsphase mehrere Male, daß ich in der Wohnung meiner Eltern, in meinem Zimmer, war (saß) und in irgendwelche Dinge gedanklich vertieft, als mich ein innerer – kaum bewußter – Impuls dazu trieb, zur Wohnungstür zu gehen und sie zu öffnen (ohne daß es geläutet hätte oder ich in Erwartung von Besuch gewesen wäre). Es stand jeweils jemand vor der Türe und war im Begriff zu läuten, oder es näherte sich jemand der Haustür, der zu mir / uns wollte.

    In derselben Zeit hörte ich manchmal – wenn ich draußen war – meinen Vornamen gerufen; konnte aber in keinem dieser Fälle eine rufende Person erkennen. Erst 40 Jahre später erfuhr ich von einer Geschichte der Bibel, die solches Rufen Gott zuschreibt.

    Die Story meiner Krise und Wandlung ist in wichtigen Teilen nachzulesen auf meiner HP http://www.Seelen-Oeffner.de, vor allem in „Zivilisations-Neurose und Erleuchtung“ (unter: „Basis-Info“).

    Erst durch diese Wandlung wurde mir die höhere Bewußtseins-Ebene zugänglich und ich konnte beginnen, mit ihr zusammenzuarbeiten. Es folgte eine Zeit intensivster Beratung, Führung, Ausbildung, Entwicklung, usw. und es ereigneten sich zahllose „Zufälle“, die aber auch nach meiner Einschätzung nicht ohne Ursache waren, sondern Folge meiner eigenen Gedanken oder „Geschenke“ / „Tipps“ / Hinweise von der „Geistigen Welt“, entweder aus meiner individuellen göttlichen Seele oder evtl. auch von „ganz oben“.

    Seit dieser Zeit deute ich das Wort „Zufälle“ als das, was uns ZUFÄLLT – aber nicht ohne Grund / Ursache.
    Ich habe auch Informationen darüber, daß – wenn auch nur in seltenen Fällen, evtl. als „Ausnahme“ von den ansonsten strikt geltenden universellen Gesetzen – Menschen vor den Auswirkungen von Ereignissen „gerettet“ werden.

    Soviel erstmal für jetzt. Muß zu einem Termin.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang Heuer
    Projekt Seelen-Oeffner

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