Neonicotinoide – EU entscheidet heute

Heute (27.04.2018) entscheidet die EU-Kommission über ein Freilandverbot von Neonicotinoiden

Kurze Info vom WDR:

Meldung von WDR5

Recherchen von 4alle/4all vom 1. März und 16. April 2018:

Gifte sind im Einsatz

Fragen, die sich stellen:

  1. Warum ist der Einsatz von Pestiziden für viele Anwendungsgebiete unvermeidlich?
  2. Wie viele Neonicotinoide gibt es und wie heißen die Markenprodukte für den Verbraucher?
  3. Wie wird Saatgut mit Neonicotinoiden behandelt?
  4. Wie viele Insektenarten werden durch Neonicotinoide vernichtet?
  5. Wie funktioniert alternative Landwirtschaft ohne Einsatz von Pestiziden?

Was hab ich damit zu tun

`Ich finde schon gut, dass PJP sich für den Erhalt der Bienen und anderen Insekten einsetzt. Aber was geht mich das an´

werden die meisten Leser jetzt denken.

Bitte hinterlasst trotzdem im Kommentar, ob ihr für oder gegen ein Freilandverbot von Neonicons seid!!

PJP

Schweine sterben – langsam aber sicher

Report Mainz berichtet am 20.03.2018

Millionen von Schweinen in der Massentierhaltung müssen lange leiden, bevor sie endlich sterben und in der Tierverwertung entsorgt werden. Report Mainz hat dazu gestern Videobeweise geliefert, die schwer zu ertragen sind. Ähnlich ist es mit der Massentierhaltung von Hühnern, über die ich bereits 3 Jahre recherchiere. Mit dem Sterben geht es bei den männlichen Küken schon schneller, denn sie werden gleich geschreddert:

Zum Bericht von Report Main in der Mediathek (folge dem link):

Wie Schweine leiden müssen

Glückliche Schweine

Es gibt sie noch, wie diese beiden, deren Namen ich leider vergessen habe:

001-Piggy_5

002-Piggy_4

003-Piggy_6

0044-Piggy_3

Wie Schweine fressen

Dazu einige vollkommen unbearbeitete Videos:

Bitte um Nachricht in `Hinterlasse einen Kommentar´, falls sie die Videos nicht ohne weiteres ansehen können (hier die links):

Videoclip_1

Videoclip_2

Videoclip_3

Videoclip_4

PJP

Glyphosat – Molkerei steigt aus!

Molkerei nimmt Glyphosat-Verbot in Lieferbedingungen auf

So lautet eine Schlagzeile der Passauer Presse vom 25.10.1017. Die Molkerei Berchtesgadener Land wolle ab sofort ein Glyphosat-Verbot in ihre Lieferbedingungen aufnehmen und somit  werde die Anwendung jeglicher Totalherbizide in der Grünland- und Ackerbaubehandlung verboten.

„Das Glyphosatverbot gilt laut einer Pressemitteilung der Molkerei ab sofort für alle 1.800 Genossenschaftsmitglieder, deren Milch in Piding verarbeitet wird. Geschäftsführer Bernhard Pointner, der gemeinsam mit dem Vorstand diese Entscheidung vorbereitet und empfohlen hat sieht im Milcheinzugsgebiet des Betriebs keine Notwendigkeit, Glyphosat als ein Totalherbizid einzusetzen, dessen wissenschaftliche Bewertung hinsichtlich Auswirkungen auf Mensch und Umwelt kontrovers ist. Die beschlossenen Regelungen werden in die Milchlieferbedingungen aufgenommen. Die Einhaltung soll über das bestehende Qualitätsmanagement-Tool QSSM extern überwacht werden“ (Pressemitteilung Passauer Presse).

Translate into your language (follow the link and do it yourself):

Bing Transaltor

Eine Verpflichtung  für die Bürger 

„Die Wertschätzung, die Bürger und Bürgerinnen mit dem Kauf unserer Milchprodukte den Landwirten gegenüber zum Ausdruck bringen, ist für uns eine Verpflichtung“ (B. Pointer in Passauer Presse).

Entgegen dem Gesetzgeber

„So auch diese Entscheidung, entgegen dem Gesetzgeber, der den Einsatz der umstrittenen Totalherbizide zulässt“, so Bernhard Pointner. Der zuständige EU-Fachausschuss hat eine Entscheidung über ein Verbot beziehungsweise die umstrittene Zulassungsverlängerung von Glyphosat erneut vertagt (Passauer Presse).

Glyphosat in Lebensmitteln

Es gibt eine Liste von Lebensmitteln, in denen Glyphosat nachgewiesen wurde zB in
Brot und Brötchen
Haferflocken
Bier 
Wein
Ednüssen
Honig
Milch 
etc.
001_Essenyouare
Ob der Glyphosatanteil auf den Lebensmittelverpackungen künftig ausgewiesen wird, weiß ich nicht. Aber ich möchte dieses Zeug jedenfalls nicht essen, weil ich nicht weiß, wie es sich auf meine Gesundheit nachhaltig auswirken kann.

Nachhaltige Schädigung des Ökosystems

Der Einsatz bzw. Umsatz von Glyphosat und glyphosathaltigen Pestiziden hat sich inzwischen vervielfacht, so dass unsere Tier- und Pflanzenwelt nachhaltig hart davon betroffen ist. Das betrifft in erster Linie die Insekten, die wiederum als Nahrungsgrundlage für die Vögel ausbleiben bzw. in diesem Jahr fast gar nicht mehr in Erscheinung getreten sind. Inbesondere auch die Bienen sind betroffen, weil ein großer Teil von blühenden Pflanzen weggespritzt wird, die sie zur Produktion des Honigs benötigen. Außerdem sind sie auch schon mit Glyphosat belastet, was der Nachweis dieses Giftes in Honig eindeutig belegt. Diese Wirkungszusammenhänge können hier `laienhaft´ nicht weiter ausgeführt werden.
0063_Einsteinbienensterben
Professor Einstein, the learned scientist, once calculated that if all bees disappeared off the earth, four years later all humans would also have disappeared.

Wir sind alle betroffen!

Mehr weiß codecheck (follow the link):

In diesen Lebensmitteln…

Warum? Why?

„Glyphosat ist einer der weltweit am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln. In der Landwirtschaft und im Gartenbau wird es vor der Aussaat zur Unkrautbekämpfung verwendet. Getreide darf in Deutschland unter bestimmten Umständen auch vor der Ernte damit behandelt werden. Bundesweit wurden laut Umweltbundesamt im Jahr 2012 knapp 6000 Tonnen reine Wirkstoffmenge aufgebracht. Dabei werden Glyphosat oft noch Beistoffe beigemischt. Sie sollen das Eindringen in die Pflanze erleichtern. Diese Stoffe sind nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikoforschung zum Teil giftiger als das Glyphosat selbst“ (RP.ONLINE/dpa).
Zum RP.ONLINE – Bericht (follow the link):

Wie, wo, wofür Glyphosat?

Fazit:

Glyphosat ist weltweit führend in der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln. Die Milliarden-schwere Glyphosat-Lobby hat unsere Landwirtschaft und Politik schon lange fest im Griff! 
PJP

Wird der Einzelhandel abgeschaft? – Fakten

Focus online berichtet über eine zunehmende Schließung von Einzelhandelsgeschäften in Bayern. Betroffen sind die ländlichen Bereiche. In den Städten werden die Supermärkte dagegen immer größer.

„In jeder vierten bayerischen Gemeinde gibt es keinen einzigen Lebensmittelmarkt mehr. Und in 158 der betroffenen 510 Kommunen gibt es nicht einmal mehr einen Bäcker oder Metzger. Das geht aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Landtags-SPD hervor“ (Focus online). Dabei sei insbesondere das direkte Umland der Städte stark betroffen.“In Landshut gibt es nach einer Übersicht von „BR Data“ heute vier Geschäfte mehr als noch vor zehn Jahren – während es im direkten Umland zwölf weniger sind“ (F.O.).

Meisterbetriebe und Fachgeschäfte

Wie die Statistik belegt, nimmt auch die Anzahl der Meisterbetriebe bzw. Fachgeschäfte ab. Gerade die Bäcker und Metzger sind Betriebe, die ihr Handwerk gelernt haben und unabhängig von der Nahrungsmittelindustrie ihre Ware herstellen und `frisch´ verkaufen. Da sie aber auf Erzeugnisse der heimischen Landwirtschaft angewiesen sind, erklärt es sich von selbst, dass sie ihre Geschäfte aufgeben, weil traditionelle Landwirtschaftsbetriebe gar nicht mehr existieren können. Die Großhandelsketten bedienen sich überwiegend der Massentierhaltung, die kleinen Betriebe gehen nach und nach kaputt.

Die Größe der Supermärkte

„Aus den Zahlen des Wirtschaftsministeriums geht….hervor, dass die Geschäfte gemessen an der Fläche immer größer werden: Die durchschnittliche Verkaufsfläche stieg von 708 Quadratmetern im Jahr 2005 auf 929 Quadratmeter im vergangenen Jahr“ (Focus online). Dadurch werden die Einkaufsmöglichkeiten der Landbevölkerung zudem stark beschnitten. D.h. zwei  kleinere Märkte statt eines großen decken ein größeres Einzugsgebiet ab. Die Größe der Supermärkte unterliegt der Zulassung durch den Gesetzgeber. In diesem Zusammenhang gab „Grünen-Politiker Markus Ganserer der CSU wegen einer Änderung im Landesentwicklungsprogramm – einer Erhöhung der zulässigen Verkaufsfläche von Supermärkten – eine Mitschuld“ (F.online).

PJP

Milchpreis auf neuem Tiefstand – aktuell

Die Preise für einen Liter Milch sind erstmals auf unter 20 Cent gesunken.

„Dies sei ein Preisverfall um weitere 30% binnen weniger Wochen“, berichtet Focus Online heute Morgen. Der Bericht bezieht sich auf eine Meldung der Frankfurter Allgemeine Zeitung, aus der hervorgeht, dass Preisverhandlungen zwischen Bauern und Molkereien in manchen Regionen Auszahlungspreise von 18 – 19 Cent ergeben hätten.

Wie erklärt sich dieser anhaltende Preisverfall? Trinken wir zu wenig Milch?

Milch ist ein Grundnahrungsmittel für den Menschen und die Tierwelt. Mit der Muttermilch angefangen ist die Milch immer noch ein gesunder Muntermacher mit vielen wichtigen Vitaminen und Spurenelementen. Entgegen jeder gesundheitlichen Bedenken, die ins Feld geführt werden. Das ist FAKT und wird auch so bleiben. NDR.de berichtet, dass jeder Deutsche durchschnittlich etwa 50 Liter Milch pro Jahr verköstigt und dazu noch Milchprodukte wie Käse und Joghurt. Das sei angesichts des von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Maximum von 250 Millilitern pro Tag eine durchaus vertretbare Menge.

Wird zu viel Milch produziert?

Durch die sog. Milchquote wird geregelt, wie viel Milch auf dem Markt abgesetzt werden kann. Dieser Markt geht allerdings auch über die Grenzen hinaus, wir exportieren Milchprodukte ins Ausland. Neuerliche Handelsbeschränkungen (zB nach Russland) spielen bei der Quote demnach auch eine entscheidende Rolle. Das bedeutet, dass bei einem Überangebot an Milch die Quote eingeschränkt wird. Im Klartext: Die Bauern werden ihre Milch nicht mehr los. Neuerlich ist die Milchquote allerdings aufgehoben worden. Die Bauern können liefern. Ein Überschuss ist die Folge, da die Handelsbeschränkungen Wirkung zeigen. Es gibt zu viel Milch, die von den Molkereien zu einem Spottpreis abgenommen wird.

Wer verdient an diesem miesen Geschäft?

Hier stellen sich wieder mal Fragen über Fragen, denn an der Milch bedient sich auch die Nahrungsmittelindustrie im weitesten Sinne.

Fortsetzung folgt!

PJP