Hunderte von Flüchtlingen ertrunken – Europa schaut zu

Das Ertrinken von Flüchtlingen nimmt kein Ende.

Wieder einmal sind Hunderte von Flüchtlingen im Mittelmeer ertrunken. Die Pressebilder, die uns erreichen, sind nicht zu ertragen. Kleinkinder werden tot angespült und von Rettungskräften geborgen.

Titelbild: DPA

Die ruhige Lage des Mittelmeers

„Wegen des guten Wetters und der ruhigen See wagen derzeit besonders viele Menschen die Überfahrt über das Mittelmeer nach Europa. Bei der gefährlichen Passage zu den griechischen Inseln in der Ägäis und nach Italien kamen im vergangenen Jahr Hunderte Menschen ums Leben….. Seit der Schließung der sogenannten Balkanroute versuchen internationale Schleuserbanden offenbar zunehmend, Migranten aus der Türkei und Ägypten nach Kreta und weiter nach Italien zu bringen. In den vergangenen fünf Tagen waren knapp 180 Migranten auf Kreta gestrandet. Zuvor waren ihre Boote in Seenot geraten. Auch aus dem Bürgerkriegsland Libyen probieren Flüchtlingsboote die Überfahrt nach Italien, an Bord sind überwiegend afrikanische Flüchtlinge“ (Bericht Spiegel-online vom 3.6.2016)….. In der vergangenen Woche waren im südlichen Mittelmeer mehrere Flüchtlingsboote gesunken. Das UNHCR geht davon aus, dass dabei fast 700 Menschen ertrunken sind, darunter 40 Kinder (Bericht Spiegel-online vom 3.6.2106).

Aktuelle Lage

„Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr bereits rund 1370 Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa im Mittelmeer ertrunken. Im vergangenen Jahr waren es rund 3700 Menschen, die dort ihr Leben verloren…… Die Zahl der Todesopfer könnte noch weiter steigen: Nach Angaben des Sea-Watch-Sprechers Ruben Neugebauer sind mindestens drei große Holzboote mit Flüchtlingen an Bord am Donnerstag gekentert. Die Sea-Watch ist ein privat betriebenes Seenotrettungsschiff unter deutscher Flagge, das an der Rettungsaktion beteiligt ist. „Unser Beiboot ist dabei, Tote zu bergen“, sagte Neugebauer zu SPIEGEL ONLINE. Wie viele Menschen ertrunken sind, konnte er noch nicht sagen“ (Bericht Spiegel-online vom 4.6.2016).

Einsatz im Mittelmeer (25. Mai 2016)

Migrants rescue off the Libyan coast

epa05328919 A handout picture released by the Italian Navy shows people jumping out of a boat right before it overturns in Canal of Sicily off the Libyan coast, 25 May 2016. The Italian navy says it has recovered five bodies from the overturned migrant ship. Over 550 migrants on board were rescued safely. EPA/ITALIAN NAVY / HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES +++(c) dpa – Bildfunk+++

Migrants rescue off the Libyan coast

epa05328921 A handout picture released by the Italian Navy shows people jumping off with other in the waters around a capsized boat as it overturns in Canal of Sicily off the Libyan coast, 25 May 2016. The Italian navy says it has recovered five bodies from the overturned migrant ship. Over 550 migrants on board were rescued safely. EPA/ITALIAN NAVY / HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES +++(c) dpa – Bildfunk+++

Die EU schaut zu

DPA berichtet am 23.1.2016: „Knapp zwei Monate sind inzwischen vergangen, seit die Europäische Union (EU) und die Türkei vereinbart haben, dass Ankara den Flüchtlingszustrom nach Griechenland unterbindet. Die aktuellen Zahlen jedoch sprechen eine andere Sprache. Allein in den ersten 20 Tagen des neuen Jahres gingen in Griechenland 35.455 Flüchtlinge und Migranten an Land. Mindestens 94 Menschen verloren in den drei Wochen bei der gefährlichen Überfahrt zu den Ostägäisinseln ihr Leben, darunter viele Kinder.

Athen wehrt sich: „Sollen wir Menschen ertrinken lassen?“

Mehr dazu:

Athen wehrt sich

England stimmt ab

Es wäre eine Chance für England jetzt einmal Flagge zu zeigen, anstatt im Rahmen der Flüchtlingskrise eine Volksabstimmung über den Brexit zu veranstalten.

Mehr dazu von focus-online:

Don`t go Brexit my heart

Aktuelle Meldung:

Bundespräsident Gauck tritt nicht für eine zweite Amtszeit an.

PJP

 

EU – macht langsam Fortschritte

Balkanroute nicht geschlossen?

Der EU-Gipfel scheint langsam in Bewegung zu kommen. Die aktuellen Meldungen überstürzen sich.Wer soll da noch durchblicken? Keiner.

Nur Angela Merkel weiß mehr.

Focus online meldet:

Balkanroute nicht geschlossen?

Die Hoffnung der Flüchtlinge stirbt zuletzt

Die Idee, die Flüchtlinge auszugrenzen, wird nicht funktionieren.  Der Begriff `Obergrenze´ ist Unfug. Herr Seehofer muss mal richtig aufgeklärt werden.

PJP

aktualisiert 8. 3. 2016

NFDAP, eine neue Partei küdigt sich an

NFDAP?

Polizei sucht nach Tätern, die Frauen sexuell belästigt haben sollen in der Silvesternacht in Köln

Bericht mit Fahndungsfotos

 

Deutschland in Europa – Asylpoitik

Nach meinem Aufruf erreichen uns endlich weitere Beiträge, die es wert sind gelesen zu werden. Nach Sylvia Kling hat `Fräulein Briest´ einen Beitrag `gebloggt´, der es in sich hat.

Das Titelbild kann urheberrechtlich geschützt sein. Aus aktuellem Anlass übernehme ich dafür keine Haftung. Bei Einspruch kann das Foto hier sofort entfernt werden.

Unser Deutschland

Zwei Syrer sind in Deutschland. Sie haben viel Glück benötigt, um ihre Eindrücke, die sie hier erleben, in einem Film zu dokumentieren. Ich denke, das muss mal `unter die Lupe´ genommen werden. Wir begeben uns dabei schließlich nicht in den Sumpf der Verbreitung von allzu dummen `Fakes´, die ohne Bedenken in´s Internet gestellt werden, sondern es handelt sich hier um eine Fernsehproduktion, die von 3sat ausgestrahlt wurde.

Die Europäische Union

Die Europäische Union ist in einem Krisenzustand, den es bislang so noch nicht gegeben hat.

Fazit:

Jeder weiß inzwischen, dass  die Verletzung der Menschenrechte weltweit einen Höhepunkt erreicht hat, der nicht mehr hingenommen werden darf. Jeder Politiker steht dafür in der Verantwortung, und das gilt auch für Europa, das sich auf die Einhaltung der Menschenrechte (UN) geeinigt hat. Gemessen an der derzeitigen `Flüchtlingskrise´ lassen sich für die Aufnahme von Flüchtlingen Gesetze `anpassen´, und das gilt insbesondere auch für die `Sozialgesetzgebung´ in England. Der englische `Primeminister´ sollte sich mit seinem englischen `Humor´ auch im Unterhaus jetzt mal zurückhalten. Ich fand seine Kommentierung diesbezüglich nicht angebracht.

Mehr weiß `Fräulein Briest´:

Zwei Syrer auf Winterreise

Vielen Dank!

PJP

aktualisiert 25.2.16

ZEIT online dokumentiert:

Eine Mauer des Schweigens

Rettungsschirme gibt es nicht

Der deutsche Biologe und Aphoristiker Gerd Uhlenbruck hat mal gesagt:

`Was manche Leute sich vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach´. Gilt das vielleicht auch für unsere Politiker in Zusammenhang mit dem Griechenland-Debakel? Ich kann es mir nicht verkneifen, einen Artikel, den ich bereits 2011 dazu geschrieben habe, hier nochmal zu aktualisieren:

Rettungsschirme – gibt es nicht

Fragwürdige Rettung des Euros

probe 12.10.2011 – Auch der Altweibersommer hat sich nun verabschiedet, und die Blätter fallen so langsam von den Bäumen. Der Regenschirm sollte in dieser Jahreszeit nicht vergessen werden. Er schützt uns vor Nässe und Kälte.
Wenn man diesen Gedanken nun auf die `konfuse´ politische Lage Griechenlands bezieht, so stellen wir fest, dass hier von einem `Rettungsschirm´ die Rede ist. Ich weiß nicht, wem es auffällt, aber ist der Schirm denn ein Rettungsinstrument? Ganz sicher nicht….
Der Begriff `Rettungsschirm´ könnte mit etwas Psychologie als eine Art `Freud`scher Versprecher´ interpretiert werden. Er ist wohl von denen geprägt worden, die am meisten an ihm verdienen und das sind mit Sicherheit nicht wir, die Bürger.
Ja, aber wer sind denn die, die ihr ganzes Geld unter diesen Schirm retten wollen und damit noch immer reicher und mächtiger werden?
Da stehen die Banken ganz oben an. Und die leben nun mal von all dem Geld ihrer reichsten Kunden (im weiteren Sinne), die es hier vermehren wollen. Daran gibt es wohl keinen Zweifel.
Das griechische Volk hat dieses Spiel lange erkannt und geht auf die Straße. Zu Recht, zumal es im eigenen Land auch nicht `mit rechten Dingen´ zugeht!
Die neun Abgeordneten aus dem slowakischen Parlament, die gegen den `Rettungsschirm´ gestimmt haben, sehen das auch so, wobei sich 86 (von insgesamt 150) noch enthalten haben.
Nicht zu vergessen die `Wall Street Proteste´ in USA, um den Bogen noch weiter zu spannen. Aber damit muss Barack Obama fertig werden.
Nun geht es `bei uns´ nur noch darum, das slowakische Parlament unter Druck zu setzen, bis eine Entscheidung für den `Rettungsschirm´ erreicht ist. Seien wir also gespannt, wie es nun weitergeht.
Auf jeden Fall wird das ganze `Finanzdebakel´ noch weiterreichende Konsequenzen nach sich ziehen.
Fazit: Privater Reichtum und öffentliche Armut steigen wie gehabt proportional weiter, d.h. die sog. Schere zwischen Armen und Reichen wird immer noch größer. Privater Reichtum auf Kosten öffentlicher Armut.
Der `moderne Kapitalismus´ hat die Wirtschaftslobby lange überholt und wird von den Finanzmärkten regiert.
Um es überspitzt auszudrücken: Der `Kleine Bürger´ wird immer mehr an die Großbanken und deren Geldgeber versklavt.
Soweit in aller Kürze!
Schlussfolgerung und notwendige politische Konsequenz:
„Den Akteuren an den globalen Finanzmärkten muss ein Ordnungsrahmen gesetzt werden – umfassend und wirkungsvoll. Wir dürfen unser Fundament, die soziale Marktwirtschaft und die Demokratie, nicht nervösen Finanzmärkten opfern, wo einzelne Spieler das Gemeinwohl schlicht ignorieren“ (so gesagt von Christian Wulff am 9. Oktober in Karlsruhe).
Vielen Dank!

Pete J. Probe