Gelebte Sexualität in unserer Gesellschaft – unser Leben mit Sex und Porno

Gleich zur Sache:

Um es schnell auf den Punkt zu bringen, will ich eine Meldung meiner Hauszeitung im Wortlaut zitieren. Diese Meldung erschien in aller Kürze versteckt in unserer Tageszeitung NWZ. Ich bin sehr froh darüber, dass ich mir diese Meldung gescannt und bis heute aufbewahrt habe, denn sie erschien 1995/1996 d.h. vor etwa 20 Jahren:

„Auch das noch

Viel gesünder könnten die Briten sein, wenn sie einem Aufruf des nationalen Gesundheitsdienstes (NHS) im Königreich befolgen würden. Sie sollten nämlich öfter und aktiver Sex haben. Mit dieser Botschaft hat jetzt NHS das Inselvolk zu regelmäßigem Sexercise aufgerufen – einer Mischung aus Sex und exercise (Leibesübung). Dadurch ließen sich Herzkrankheiten und sogar Krebs wirksam bekämpfen, behauptete der NHS auch zum Erstaunen vieler Mediziner.“ (NWZ 1995/1996 – original headline u. Text, genaues Datum kann nachrecherchiert werden)

Nachdem ich diese Meldung gerade ausgegraben hatte, wunderte ich mich über die kleine Schlagzeile `Auch das noch´, weil ich sie inzwischen vergessen hatte. Sie ist wohl sehr bezeichnend für unsere `Verklemmtheit´ in Sachen Sexualität. Es wäre schön, wenn mein Artikel endlich dazu beiträgt, diese Verklemmung ein wenig zu lösen. Ich will es versuchen!

Also, wie man es nun auch drehen und wenden mag:

Der geschlechtliche Verkehr ist mit allem was dazu gehört in jeder Beziehung sehr gesund für uns alle. Außerdem wären wir ohne die geschlechtliche Vereinigung unserer Eltern gar nicht existent. Doch zunächst..

Zur Begrifflichkeit:

Das Wort Sex kommt aus dem Englischen und bedeutet schlichtweg erst mal `Geschlecht´. Sex hat aber nun weite Kreise gezogen und wurde in seiner Verwendung im deutschen Sprachgebrauch soweit missbraucht, dass er einen merkwürdigen Beigeschmack bekommen hat. Wenn mich zum Beispiel jemand fragt: „Hattest du heute schon Sex?“, dann müsste ich eigentlich antworten, dass ich es immer bei mir habe und hatte – mein Geschlecht, und das ist und bleibt männlich.

Was aber wollte der Fragesteller wirklich von mir wissen? Ob ich heute schon Geschlechtsverkehr gehabt hätte. Nun, ich würde ihm auf seine Frage antworten: „Was geht dich das an..!“ Was ich damit sagen will ist, dass mit dem Wort Sex nach Beliebigkeit herumgespielt wird, und es wahrscheinlich besonders `in´ zu sein scheint, mit diesem Begriff Sachen ins öffentliche Leben zu ziehen, die keinen etwas angehen. Ich sehe durch `Sex´ in unserem Sprachgebrauch sozusagen ein Vergehen gegen den Schutz unserer Intimität und das lehne ich persönlich ab. Ja, aber wie sollen wir dann mit unserem Geschlechtsleben umgehen? Man muss ja schließlich auch mal mit vertrauten Personen darüber reden oder sich einem Arzt anvertrauen können. Dazu machen wir mal einen kleinen Exkurs ins Lateinische. Das versteht auch ihr Arzt am besten. Mal sehn, wie der Geschlechtsverkehr hier bezeichnet wird. Vielleicht wird uns ja dadurch einiges deutlicher…..wetten dass? Anstatt unter `f´ zu suchen, fange ich mal bei `k´ an. Da heißt es im Fremdwörterbuch Dudenverlag:

Koitus, in lat. Fügungen: Coitus …lat.>:(Med.) geschlechtliche genitale Vereinigung; Geschlechtsakt; Beischlaf; vgl. Coitus“ usw. also weiter bei Coitus: „Coitus vgl. Koitus“

Weitere Zitate aus dem Duden zu verschieden Sexualpraktiken:

Coitus a Tergo….Form des Coitus, bei der die Frau dem Mann den Rücken zuwendet; Geschlechtsverkehr „von hinten“

Coitus interruptus….From des Coitus, bei der der Penis vor dem Samenerguss aus der Scheide herausgezogen wird

Coitus per Anum….Geschlechtsverkehr durch Einführung des Penis in der After des Geschlechtspartners

Coitus reservatus….Geschlechtsverkehr, bei dem der Samenerguss absichtlich über längere Zeit hin od. gänzlich unterdrückt wird

Coitus per Os….vgl. Fellatio >>>

Fellatio die; -, …iones…Praxis sexueller Befriedigung , bei der der Penis mit Lippen, Zähnen und Zunge gereizt wird; vgl. Cunnilingus>>>

Cunnilingus….Befriedigung bzw. sexuelle Stimulierung der weiblichen Geschlechtsorgane mit Lippen, Zähnen und Zunge“  (zitiert aus Fremdwörterbuch Dudenverlag 2005)

Soweit die grundlegenden praktischen Anwendungen des Koitus bzw. Geschlechtsverkehrs. Und soll ich ihnen mal sagen, was für mich persönlich am besten abgeht, was mich ganz tief beglückt? Möchten sie es wirklich wissen? „Das geht sie gar nichts an!“ Umgekehrt werde ich sie auch nicht nach ihrem geschlechtlichem Umgang fragen, womit nicht ausgeschlossen werden darf, dass sie alles mal ausprobieren können, soweit sie und ihr(e) Partner(in) mögen und soweit sie keine besonderen Krankheiten haben und rundum gepflegt sind!! Das war`s zunächst zur Begrifflichkeit. Begriff kommt ja von begreifen und so haben wir bereits als Kinder angefangen, als wir unsere Geschlechtlichkeit bei jeweils anderen wahrnahmen. Viele von uns sind bei den sog. Doktorspielen recht schnell zur Sache gekommen, haben sich angefasst, geguckt und begriffen, voller Verwunderung, aber doch nichts verstanden. Denn schließlich waren diese Spiele zu meiner Kindheit noch strengstens verboten und von Aufklärung sowieso keine Spur. So, ich will jetzt die Begriffe `Sex haben´, `Zusammen schlafen..?..´ und alle vulgären Wörter wie `bumsen´, `ficken´, `vögeln´ etc. mal durch ein neutrales Wort ersetzen. Durch ein neues Wort, weil die meisten bis jetzt herkömmlich gebrauchten Worte die Sache nicht auf den Punkt bringen oder unter Niveau verkaufen. Als erstes fällt mir das Verb `koitieren´ ein, das leicht von den Lippen geht und den reinen Geschlechtsverkehr bezeichnet (vgl. auch Duden). Das nehme ich. Für die verschiedenen Praktiken des `Koitierens´ will ich es zunächst bei den `offiziellen´ von Duden hier zitierten belassen. Wozu wir die auch noch brauchen? Ich denke z.B. mal an ein vertrauliches Gespräch zwischen zwei engen Freundinnen, in dem die eine wissen will, ob die andere schon mal….und wie das so ist oder worauf zu achten ist…z.B. bei der Fellatio oder gar noch beim Coitus per Anum…mit den lateinischen Bezeichnungen sauber ausgedrückt und verständlich auf den Punkt gebracht. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich vor der falschen Schlussfolgerung warnen, man müsse das alles schon `draufhaben´ bzw. praktizieren. Nein, es geht nur darum, dass wir unsere Mitmenschen nicht durch ihre besonderen Neigungen beim Koitieren ablehnen oder diskriminieren, sollten wir zufällig mal Kenntnis davon erhalten. Und ACHTUNG: Es gibt Menschen, die nicht dazu in der Lage sind, sexuelle Gefühle wahrzunehmen bzw. sich zu öffnen oder hinzugeben. In Partnerschaften kann das Verlangen nach dem Sex des anderen dann so erhebliche Probleme auslösen, dass man ohne Hilfe damit nicht fertig werden kann. Es würde allerdings den Rahmen dieses Artikels absolut sprengen, wenn wir darauf näher eingehen würden. Vielleicht ist folgender Spruch am besten geeignet, wie es beim `Koitieren´ zugehen darf:

`Alles kann, nichts muss, solange es harmoniert´! Können sie sich damit anfreunden. Es wäre sehr schön zu wissen.

Andererseits will ich alle Leser, egal welchen Alters – soweit volljährig – nach bestem Wissen und Gewissen (vorsichtig) dazu ermutigen: `Informieren sie sich über die Praktiken des `Koitierens´, wenn ihnen danach ist, erklären sie sich ihrem Partner und probieren sie es aus, sofern sie Lust dazu verspüren. Es gehört auch immer ein bisschen Neugier und Mut dazu, mal etwas Neues zu wagen. Bei der Ernährung ist das ähnlich. Würden sie z.B. ein ihnen unbekanntes Gericht oder eine Suppe auf der Speisekarte in einem fremden Land von vornherein ablehnen, ohne zu wissen was drin ist und ohne es einmal probiert zu haben? Ich würde auf jeden Fall erst mal probieren und wüsste dann, ob mir ansonsten was entgangen wäre. Und wie ist das nun mit `Porno gucken´, wie man so schön sagt? Pornographie ist uralt und eine Realität unserer Zeit, die wir nicht wegdiskutieren können. Heute sind wir durch das Internet, Filmverleih etc. sehr direkt davon betroffen. Ist da jedoch organisierter Missbrauch insbesondere von Kindern im Spiel, ist das absolut verwerflich und muss strafrechtlich verfolgt werden. Im Rahmen der Legalität bleibt es schließlich jedem selbst überlassen, ob er sich Pornoproduktionen anguckt, sei es zur Stimulation oder aus reiner Neugier. Ich kann das jetzt noch nicht so stehen lassen, weil ich den Kollegen vom englischen Gesundheitsdienst noch etwas schuldig bin. Ich will sie auch nach 20 Jahren noch bestätigen, denn auf Grund wissenschaftlicher Untersuchengen ist heute bereits sehr deutlich belegt, wie gesund es ist, regelmäßig zu `koitieren´. Ich beziehe mich in diesem Zusammenhang jetzt auf `Yahoo! Lifestyle´, die das am besten verständlich zum Ausdruck bringen. Um nicht alle Hinweise von `Y!L´ einzubringen, hier einige Auszüge:

„Mehr Sex für die Gesundheit!“

Eigentlich ist allein das pure Vergnügen Argument genug, um so oft wie möglich Sex zu haben. Es gibt allerdings auch gesundheitliche Gründe, die für eine regelmäßige Liebesaktivität sprechen….Die Lust auf Sex ist bei Ihnen gerade nicht so gegeben? Dann tun Sie’s doch einfach mal öfter der Gesundheit wegen. Diese profitiert nämlich ebenfalls vom Liebesspiel. Was Sie Ihrem körperlichen Wohlbefinden mit Sex Gutes tun…:

„1.Kampf den Herzattacken….werden, ist ein Mythos. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass zwei- oder mehrmaliger Geschlechtsverkehr in der Woche das Risiko, einen tödlichen Herzinfarkt zu erleiden, um bis zu 50 Prozent senken kann. Gute Nachricht…

2.Verbrennt Kalorien……3.Hebt die Stimmung

Beim Sex werden Endorphine und Oxytocine freigesetzt – Glückshormone, die Depressionen und Angstgefühle lindern….

4.Stärkt das Immunsystem

Forschungen an der Wilkes Universität im US-Bundesstaat Pennsylvania haben ergeben, dass wir uns durch ein- bis…..das Hormon Dehydroepiandrosteron (DHEA) ausgeschüttet, das eine antidepressive Wirkung hat, das Bindegewebe in Schuss hält und für eine gesunde Haut sorgt. ……………………………….

8. Stressabbau

Sagen Sie dem Alltagsstress ade, indem Sie sich bei einer intensiven Kissenschlacht der besonderen Art austoben. Studien haben gezeigt, dass Personen, die oft Sex haben, entspannter und glücklicher sind. Außerdem können sie mit Stress besser umgehen.

9. Schmerz lass nach….

Hormone Endorphine und Corticosteroide ähnlich wie Schmerzmittel wirken.

10. Jungbrunnen

Regelmäßige Liebesspiele können bei Frauen zu einer Steigerung des Östrogenspiegels führen. Dadurch wird die Haut geschmeidiger, und das Haar glänzender. Das im Sperma enthaltene Gewebshormon Prostaglandine kann außerdem den Alterungsprozess und die Faltenbildung hinauszögern. Und überhaupt: Haben Sie nach dem Sex schon einmal einen Blick in den Spiegel geworfen? In der Regel strahlt Ihnen genau dann dieses bestimmte Funkeln und Leuchten ewiger Jugend entgegen.“ (Quelle: Yahoo! Lifestyle)

Zum Schluss will ich noch mit einem andern Vorurteil aufräumen, das uns durch viele `billige´ Pornofilme suggeriert wird. Ich meine das ganze `Gestöhne bis Geschreie´. Hier entsteht der Eindruck, dass es genauso sein müsste, mit diesem Lustgestöhne. Das ist absolut pervers und hat auch nichts mit der Größe des Penis´ zu tun. Es geht nämlich nicht nur um die Lust im Bett sondern viel mehr auch um die Freude. Es gibt nichts Besseres als beim Koitieren auch mal zu lachen, sogar dann, wenn dem Mann mal die Erektion flöten geht. Nun bleibt dieser Artikel unvollendet, denn eines ist mir noch nicht eingefallen. Kolle hat meines Wissens den Begriff `Petting´ bei uns eingeführt. Dabei handelt es sich um (fast) alles, was den sexuellen Austausch unbekleidet im Bett betrifft, ohne dass der Penis in die Scheide eingeführt wird. Eigentlich ist es so eine Art von `Kuscheln´ mit `Küssen´, `Umarmungen´, `Aneinander reiben´ etc. immer unter Einhaltung der besagten Grenze. Wie eng diese Grenze im Weiteren zu fassen ist, weiß ich nicht. Außerdem fällt mir zu `petting´ kein alternativer Begriff ein, und ich denke wir lassen ihn in Gedenken an Oswald Kolle vorerst mal so stehen.

Vielen Dank!

Pete J. Probe

Sex – der Motor allen Lebens forever

– Von der Beziehungskiste bis zum Kindesmissbrauch –

Bevor ich mich nun zu einem ursprünglichen sowie heiklen Thema weiter ausbreite, einige Mitteilungen zum Verfasser dieses Artikels.

Prolog

Eine elterliche Aufklärung erfolgte damals nicht. Die Erleuchtung wurde dagegen von dem sehr ehrenwerten Herrn Oswald Kolle übernommen, den ich hier ganz ausdrücklich noch einmal würdigen möchte. Kolles ersten Texte zur Aufklärung der Nation wurden Folge für Folge in der damaligen `Neue Illustrierten´ abgedruckt, und wer den Ausdruck `Lesemappen´ kennt, weiß auch, dass man diese abonnieren kann. So habe ich meine unverblümte Aufklärung sozusagen in meinem stillen Kämmerlein mit Herrn Kolle geteilt und bin ihm ewig dankbar dafür. Alles was in den folgenden Jahren an Filmen etc. etc. über Kolles Werk folgte, musste ich mir Gott sei Dank nicht mehr antun. Es hat mich auch keineswegs mehr interessiert, da es nur ein jämmerlicher Abklatsch all dessen war, was ich bereits in der Neuen Illustrierten gelesen hatte. Bis in sein hohes Lebensalter war Oswald Kolle ein scharfsinniger aufmerksamer Mensch, und es wäre schön gewesen, diesem Menschen einmal persönlich zu begegnen.

Vorspiel

Um mit Kolle gleich weiter zu machen, ein Zitat aus einem damaligen Filmtitel der 60er (nicht von Kolle): `Zur Sache Schätzchen´. Sex ist war das Thema. Zunächst nur mal als Wort betrachtet, stellt sich nun die Frage, was dieses Wort eigentlich bedeutet. Dazu fragen sie mal irgendeinen Mitbürger unserer Nation, welche Gedanken es bei ihm zuerst auslöst, wenn er das Wort S e x hört. Die Ergebnisse will ich hier nicht näher in Betracht ziehen, aber sehen sie selbst….Um nun einer Definition des Wortes Sex einmal näher zu kommen, möchte ich fragen, was das englische Verb `to sex´ bedeutet. Sie wissen es? Vielleicht `Geschlechtsverkehr haben´ oder `anmachen bzw. verführen´? Ich will nicht beurteilen, ob sie mein kleines Sprachexperiment richtig gelöst haben. Schlagen wir es auf jeden Fall mal nach: `to sex: das Geschlecht bestimmen´. So hab ich es jedenfalls gefunden. Es soll hiermit in aller Kürze nur deutlich werden, dass Sex im ursprünglichen Sinne nichts anderes als nur unser Geschlecht bezeichnet, mit dem wir uns voneinander unterscheiden.

Ausführung

Was bedeutet Sex nun für unser gemeinsames Leben in einer Beziehung, in einem Land und darüber hinaus? Können wir ohne Sex überleben? Nein, es trifft uns sogar noch viel härter, denn ohne Sex würden sie und ich hier gar nicht sitzen und dies lesen oder schreiben. Sex dient nicht dem Überleben sondern allem Leben schlechthin. `Sex is life´, um es ganz einfach auf den Punkt zu bringen. Ja, aber wie gehen wir nun damit um? Wie bestimmt es unsere Umgebung, unser  gemeinsames Leben? Hier nun kommen die `G e f ü h l e´ ins Spiel. Es handelt sich primär um die Lust, und darüber hinaus verbinden wir Sex alle mit diesem unbeschreiblichen Gefühl, das man `Liebe´ nennt und das ist eigentlich auch gut so. Aber…wären da nicht all die `Profitgeier´, die sich dieser wunderbaren Gefühle bedienen, um uns in ihren Bann zu ziehen…Beate Uhse hatte diese Marktlücke als Erste entdeckt. Sie konnte allerdings wohl noch nicht absehen, welche weitreichenden Folgen das für unsere Gesellschaftsordnung haben würde. Sex ist wie wir alle wissen in mancher Hinsicht auch `skandalumwittert´, was sich in verwegenen pornographischen Darstellungen zeigt  und im Kindesmissbrauch in der Pornographie gipfelt. `Zum Teufel mit diesen Vergehen an den Kindern´, das sage ich hier mit einem Gefühlsausbruch der Verachtung in aller Deutlichkeit……

Exkurs

Ich möchte dieses abartige Thema des Missbrauchs von Kindern hier nicht unerwähnt lassen. Es hat sich herausgestellt, dass sexuelle Handlungen an Kindern überwiegend im privaten Bereich bzw. näheren Umfeld der Kinder begangen werden. Der organisierte Handel bzw. die Verbreitung von diesbezüglichen Videos erfolgt über Tauschbörsen  überwiegend verdeckt per email oder sogar klassisch per Post. Die Verbreitung über das Internet konnte durch einen 2009 abgeschlossenen Vertrag der Bundesregierung mit den Internetprovidern blockiert werden. Laut Kriminalstatistik finden sich im Internet heute trotz umfangreicher Ermittlungen keine Hinweise mehr auf die Verbreitung pornographischen Materials mit Kindern. Dass der sexuelle Missbrauch für betroffene Kinder weitreichende Folgen hat, ist inzwischen eindeutig belegt. Auf diesen Aspekt bzw. auf entsprechende Täterprofile kann im Rahmen dieser Ausführungen nicht näher eingegangen werden. Ich will aber noch kurz auf die internationale Initiative gegen sexuellen  Kindesmissbrauch `Innocence in Danger´ eingehen, der sich Deutschland 2003 anschloss. Seit 2013 wird die deutsche Sektion von der `Präsidentin´ Marina von Achten vertreten, die Stephanie zu Guttenberg ablöste. Wer sich über die Zielsetzungen dieser Organisation näher informieren möchte, hier ein link dahin: (Exkurs beendet!)

http://www.innocenceindanger.de/

Höhepunkt (kurz)

Sex gipfelt in ursprünglichster Bedeutung im geschlechtlichen Verkehr. Dazu sind in der Regel immer zwei Partner betroffen. Das fängt an mit den ersten Liebschaften, die die meisten von uns erlebt haben. Heutzutage im freien Zugang zur Pornografie – im Gegensatz zum früheren Oswald Kolle – gestaltet sich das allerdings schon wesentlich schwieriger. Das zeigt sich z.B. in den so geschäftsträchtigen `Partnerbörsen´ und dem `Herumgechate´ in zigfacher Ausführung, dem wir auf den Leim gehen, wobei ich Ausnahmen nicht unbedingt ausschließen will. Hier wird ein `Markt der Ratlosigkeit und Frustration´ bedient, und es ist nur jedem anzuraten, diesem Markt nicht `voll und ganz´ zu verfallen. Eines ist jedoch unbestritten: Das Verlangen nach geschlechtlicher Vereinigung `ist und bleibt´ eines unserer wichtigsten Grundbedürfnisse – obschon durch zivilisatorische Einflüsse entscheidend gehemmt (von Erziehung bis Zölibat) – auch dann, wenn Homosexualität (d.h. `Schwule´ oder `Lesben´) im Spiel ist. Das wusste übrigens auch Oswald Kolle. Die Lebenskunst unserer menschlichen Kultur besteht nun aber darin, dieses unbestrittene Grundbedürfnis nach geschlechtlicher Vereinigung in eine Lebensgemeinschaft mit einer(m) Partner(in) einzubeziehen und in gegenseitigem Vertrauen mit den Gefühlen der `Liebe´ zu erleben.

Das ist ein sehr sehr `hoch gestecktes´ Ziel. Es ist das eigentliche `W u n d e r d e r L i e b e´! Besinnen wir uns darauf.

Vielen Dank!

Pete J. Probe