Medienhygiene – Kopf frei, was tun?

Medienhygiene – was soll das?

Die Ziele der Hygiene bestehen darin, Gesundheit zu erhalten ( körperlich, seelisch, geistig und sozial ), Krankheit vorzubeugen sowie die Entstehung und Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Einflüsse der Umwelt auf die Gesundheit des Menschen zu prüfen und Maßnahmen zu ergreifen, die ihr Wohlergehen fördern.

Krankmachende Strukturen der Medien

Wir werden insbesondere im Rahmen der Covid-Pandemie mit Nachrichten überschwemmt, die uns mehr oder weniger verunsichern, weil sie sich in vielen Bereichen widersprechen, wobei eine Studie die nächste jagt. Diese Verunsicherung verstärkt sich durch negative Schlagzeilen, die unserer Aufmerksamkeit am wenigsten entgehen. Das ruft in uns  Ängste hervor, die wir allerdings nicht bewusst wahrnehmen (wollen) und deshalb kaum offen aussprechen. Schließlich ist jede(r) von uns von der Pandemie betroffen und möchte sich dieses Virus nicht einfangen. Wir kommen mehr oder weniger in eine Art `Schockstarre´, und werden durch die Medien auf unsere Ängste (unbewusst!) konditioniert, die in den sozialen Medien wie facebook, WhatsApp &co. in vielfachen Ausführungen, wie zB auch durch lustigen Videos in Massen geteilt werden. Hier finden wir uns in der Gruppe gut aufgehoben und können mal alles `rauslassen´, was uns belastet oder stört. In dieser Hinsicht verlagern wir unser Leben vom `Boden der Tatsachen´ in das Internet, wo wir immer präsent sind und facebook hält uns bei Laune, weil die genau wissen, wie das geht, von den vielen Fakenews ganz zu schweigen. Fast alle facebook&co – Nutzer sind abhängig, befürchten hier etwas zu verpassen und sie werden (mutieren) schließlich zu Marionetten des Internets. Hier ist dringender Handlungsbedarf, wir müssen wieder lernen, etwas TUN auf dem Boden der Tatsachen, um der Pandemie konstruktiv zu begegnen. Denn wir alle müssen mit dem Virus noch lange leben.

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FOMO lässt grüßen

Was ist denn das nun wieder? FOMO ist eine Abkürzung für eine `Zivilisationskrankheit´, um es mal in Deutsch auszudrücken und löst bei uns mehr oder weniger STRESS ohne Ende aus. Die Buchstaben F O M O sind die englische Abkürzung für `Fear of missing out´, was soviel heißt wie `Angst etwas zu verpassen´. Dabei spielen die digitalen Medien und Kommunikationsmittel wie facebook, WhatsApp, Instagram etc.pp eine entscheidende Rolle, weil sie uns alle zeitgleich rund um die Uhr auf dem Smartphone begleiten. Dieses FOMO Syndrom basiert auf einer amerikanischen Studie an Studenten, die sich durch diese Internet-Begleiter in der Ausübung ihres Studiums beeinträchtigt fühlten.

Erforderliche Maßnahmen

Jeder von uns ist von dem Medienrummel betroffen. Und die meisten von uns sind täglich oder sogar ununterbrochen mit dem Internet verbunden. Auch DU und meine Person auch sind auch betroffen!! Aus diesem Grund ist anzuraten, eine Medienpause einzulegen, soll heißen – Handy und Smartphone mal ganz in Ruhe lassen und die TV-Nachrichten und Berichterstattung vorübergehend meiden.

Wer das für einen lieben langen Tag schafft, ist schon mal auf einem guten Weg zu einer `Psycho-Hygiene´, um es mal so auszudrücken.

Was tun?

Soziale Voraussetzung

Die Möglichkeiten für Aktivitäten hängt weitestgehend von den sozialen Voraussetzungen ab, die jede(r) mitbringt. Dabei spielt auch die Wohnlage eine entscheidende Rolle. Da macht es schon einen Unterschied, ob du auf dem Lande mit einem Garten drum herum oder in einer Großstadt mit oder ohne Balkon lebst. Dieses Thema ist ein weites Feld und soll hier nicht weiter ausgeführt werden.

Was man/Frau/Familie tun kann

Nur Stichwortartig:

  • spielen

Es gibt jede Menge neuer interessanter Spiele für drinnen und draußen. Insbesondere auch bei Kindern sehr willkommen!

  • renovieren/reparieren

Schrauben macht auch den Kopf frei, ob am Fahrrad, Auto oder am Bügeleisen, dem einzigen Gerät, bei dem ich mal  aufgegeben habe.

  • Gärtnern

Empfehlung: https://www.youtube.com/results?search_query=james+der+g%C3%A4rtner

  • pflanzen

Hier kommen die zahlreichen Angebote von Hochbeeten in`s Spiel, die sich auch für den Balkon eignen. Außerdem lassen sich kleine Aussaaten auch auf der Fensterbank züchten. Meine Tomatenpflanzen stehen da noch.

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  • etwas bauen

Hochbeete werden häufig als Bausatz geliefert. Oder man baut sich selbst eines oder irgend etwas anderes,

wie zB eine Kugelbahn (für alle, die Löten können): Kugelbahn gelötet

  • telefonieren

Gibt es jemanden, den du vielleicht viele Jahre nicht mehr angerufen hast? Sich einfach mal trauen und fragen wie`s geht und alte Erinnerungen teilen. Da kannst du was erleben: Telefonat mit Folgen

  • waldbaden
  • fahrradfahren
  • einen Baum pflanzen

Hier kommt ein link: Ecosia – Die Suchmaschine, die Bäume pflanzt

  • und den Sport nicht zu vergessen
  • und vieles mehr, was uns (kreativ) so einfällt.

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Und was machst du so?

PJP

13 Kommentare zu “Medienhygiene – Kopf frei, was tun?

  1. Hallo Jürgen, fühle dich bitte nicht angegriffen, wenn ich jetzt kritisiere, aber du forderst es ja mehr oder weniger heraus, indem du den Artikel in deinem Kommentar bei mir verlinkt hast.
    Mich machen „zappelnde Bildschirme“ (bei dir hier ja an drei Stellen) wahnsinnig – ich schiebe dann den Text immer so, dass ich das Gezappel ausblende. Ein einzelnes GIF kann man ruhigstellen – ich habe es nicht geschafft, deine zappelnden Darstellungen auf ruhig zu stellen.
    Weiterhin ist eine so große Vielfalt von Textfarben und -arten eher dazu geeignet, Unruhe aufkommen zu lassen. Natürlich kann man wichtige Dinge herausheben, aber nicht übertreiben.
    Ich habe mir jetzt keine vorhergehenden Posts angesehen, weil schon die Bloggestaltung mit Englischrudimenten, fallendem Wurm und ähnlichem bei mir für Unruhe sorgt.
    Aus FB halte ich mich so gut wie raus – ich lese im Normalfall nur die Antworten auf meine verlinkten Artikel und ganz, ganz selten mal was anderes. – WhatsApp ist als schnelles Kommunikationsmittel beliebt – und Telefonieren (wegen meines schlechten Gehörs) nicht der Kommunikationsweg erster Ordnung.

    Gefällt 2 Personen

    • Hallo nur kurz zurück mit schwarzen Händen, komm grad aus der Erde,
      warum soll ich mich angegriffen fühlen? Du tust mir doch nix, oder? 🙂
      Wenn dich das Zappeln genervt hat, dann hast du diese `Metaphorik´ verstanden. Das ganze Internet ist m.E. eine Zappelei, wobei wir immer auf einen Bildschirm gucken und fb ist die größte Spielwiese mit Zappelei ohne Ende!!
      Muss zum Essen, bekomm noch Besuch vom Kumpel…
      Danke für deine Mitteilung!!
      Bis demnächst
      Jürgen aus Loy

      Gefällt mir

  2. Was ich so mache? Antwort auf die letzte Frage ist „nicht Social media abhängig sein“. Wenn ich Lust habe, schau ich rein, sonst sind Hund, arbeiten, Bücher /Geschichten lesen/schreiben an der Tagesordnung. Ich gehöre zu de Glücklichen, die nicht denken, dass sie wss verpassen, wenn sie mal ein paar Tage nicht nachschauen. Ich habe auch alle Benachrichtigungen deaktiviert, entspannt ungemein. Können aber offenbar nicht viele, hab ich aus dem Freundeskreis erfahren, die Angst, was zu verpassen, ist zu groß. Selbst Schuld, denke ich dann immer. 🙃

    Gefällt 1 Person

    • Ja,
      ich hatte ja auch `ne Internetpause und diesen Beitrag aber schon vorher verfasst, mich aber noch nicht getraut, ihn zu veröffentlichen.
      Bei mir spielt sich viel am Haus und umzu (viel Gartenarbeit) ab, den Hund nicht zu vergessen.
      Seit Dezember 2019 besitze ich ein Smartphone, das sich dauernd mit einem Piep meldet, man schaut nach, und schon ist man in der FALLE mit fb, WhatsApp etc.pp. Und wenn du das Teil mal ganz weglegst, kommst du auf andere Gedanken mit Boden unter den Füßen, um es mal so auszudrücken. Aus diesen Gründen war mir mein Artikle auch so wichtig.
      Und dann hat ja die Clara, die wie ich auch schon die 70 überschritten hat, einen Kommentar abgegeben, der mich dazu veranlasst hat, eines dieser Gifs, das für mich stand, zu löschen und durch ein Foto meiner Tomatenpflanzen auf der Fensterbank zu ersetzen.
      So, und jetzt raus aus dem Netz!
      Wünsche dir einen sonnigen Tag!
      Und danke für déinen Beitrag!!
      Jürgen aus Loy (PJP)
      P.S. Das eine Gif müsste jetzt weg sein: https://4alle.wordpress.com/2021/05/17/medienhygiene-kopf-frei-was-tun/ und die Tomaten müssen bald in`s Freie..

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  3. ja, das liebe Internet mit sämtlichen Social Medien Bereichen – ich betreiben einen kleinen Blog, eine Webseite, einen YT Kanal, einen Podcast und einen Insta Account – doch da ich nicht überalle zeitgleich oder täglich präsent bin, gehts. Whatsapp habe ich schon vor Jahren gelöscht und seit ca einem halben Jahr mich auch auf Facebook deaktiviert. Es stahl mir einfach zuviel Zeit einerseits, andererseits machten mich die News und vor allem die Kommis dazu wahnsinnig. Egal, ob man für oder gegen etwas war…es folgten ständig Angriffe- dafür ist mir meine Zeit echt zu schade – auch wenn das eine Online Spiel auf FB schon viel Spaß machte 🙂 – da ich aktuell aber wieder an einem neuen Buch sitze, brauche ich ohnehin die Zeit dafür- zudem nehme ich mir jetzt auch sehr oft de Zeit um in einen Wald zu gehen, an einen See zu fahren oder in einer Klamm spazieren zu gehen – es beruhigt herrlich, klärt die Gedanken und man sammelt einfach Kraft und Energie. Und da nun bei uns auch wieder die Gastronomie geöffnet hat, finde ich in der Natur nun noch mehr Ruhe als zuvor 😀 glg Myriala

    Gefällt 1 Person

    • Guten Morgen Myriala,
      vielen Dank für deine klare Ansage und die Beachtung meiner Frage überhaupt.
      Du hast dich ja auch schon ziemlich eingeschränkt im Umgang mit dem Internet und dein Zeit-Management zeigt, dass du dir auch die Erholungsphasen `mit Boden unter den Füßen´ nimmst.
      So geht es uns auch, mit der Ausnahme, dass es hier im Flachland keine Klamm gibt, dafür aber Feld, Wald und Wiesen rund herum.
      Und derzeit haben wir jede Menge im Garten zu tun. Das einzige, das uns auf die Nerven geht, ist das Wetter – mal windig, dann Sonne, Regen und immer noch viel zu kalt.
      Na ja, abwarten und T trinken, wie es hier so schön heißt!
      Ich wünsche dir jedenfalls einen schönen Sommer und möglichst viel Zeit in der freien Natur!
      glg zurück!
      Jürgen aus Loy

      Gefällt 1 Person

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