Horst Seehofer – empört

Horst Seehofer empört sich – und andere

In der Massenunterkunft für Flüchtlinge in Ellwangen ist es einer Solidargemeinschaft von Flüchtlingen gelungen, die Festnahme eines ihrer Landsleute vorerst zu vereiteln. Sie haben sich den eintreffenden Polizeibeamten in Überzahl entgegengestellt, ohne dabei Waffe, Brandsätze o.ä. einzusetzen, wie wir es aus der rechtsradikalen Szene noch kennen. Die Polizei handelte besonnen und zog sich zurück, so dass es zu keinen ernsthaften Verletzungen kam. Nach einem darauf folgendem Großeinsatz konnte die Polizei den auszuweisenden Afrikaner schließlich festnehmen. Dabei wurde sie von ca. 20 Rädelsführern unter den Asylanten heftiger bedrängt. Diese sog. Rädelsführer wurden inzwischen auf andere Unterkünfte verteilt.

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Seehofers Empörung – ein Schlag ins Gesicht der Polizei

Seehofers Empörung ist zeigt, dass ihm dieser Vorfall gerade recht kommt, um seine sog. Ankerpunkte (neue Brandherde) durchzusetzen. Dabei kann im Ellwanger Vorfall von Empörung in Anbetracht der Lage keine Rede sein. Im Gegenteil, Herr Seehofer:

  1. Der Rückzug der Polizei beim ersten Einsatz war eine richtige Entscheidung.

  2. Die Asylanten sowie Polizeibeamten haben keine Waffen eingesetzt.
  3. Es ist zu keinen ernsthaften Verletzungen gekommen.
  4. Nach einer Durchsuchung wurde bei keinem der Asylanten eine Waffe gefunden.

Und diese Punkte, die sie aus gutem Grund unerwähnt lassen, sprechen nicht nur für die Polizei sondern letztlich auch für die Flüchtlinge. Schließlich waren sie auf ihre Aktion sehr gut vorbereitet. Eine logistische Meisterleistung. Und es stellt sich die Frage, wodurch sie von dem Zeitpunkt der Festnahme ihres Landmanns so gut informiert wurden. Vielleicht kommen sie, Herr Seehofer, ja noch dazu, über diese Frage mal nachzudenken, wenn ihre Empörung abgeklungen ist. Bei all ihren bayrischen Kollegen, die mit ihnen leiden, dürften sie ihre Leidenszeit wohl bald überwunden haben.

CDU – Christlich soziale Union

Während Herr Seehofer sich empört zeigt, vertritt die Kirche selbst in Bayern christlich soziale Werte. Dazu ein Zitat von der ARD-Rechtsredaktion:

„Das OLG München hat einen Flüchtling freigesprochen, der sich durch Kirchenasyl seiner Abschiebung entzogen hat….In Deutschland befinden sich derzeit etwa 700 Personen im Kirchenasyl. Die Vertreter der Kirchen hoben 2015, nach der Vereinbarung mit dem BAMF die besondere Schutztradition des Kirchenasyls in Deutschland hervor. Damit wolle man keineswegs das geltende Recht aufheben, „sondern die Anwendung des Rechtes im Sinne der Menschenrechte anregen“. Kirchenasyl sei auch kein politisches Statement gegen die Dublin-III-Verordnung. In vielen Ländern der EU würden Flüchtlinge aber menschenrechtswidrig behandelt. Nur deshalb gewähre man in bestimmten Fällen Kirchenasyl“ (Kolja Schwartz 3. 5. 2018).

Söders Kreuzzug

Schließlich geht Herr Söder mit gutem Beispiel voran, indem er dafür sorgt, dass die bayrischen Amtsstuben mit einem Kreuz versehen werden. Ob und wie er sein politisches Handeln danach ausrichtet, bleibt offen.

Fazit:

Besinnen sie sich mal auf ihre christlich sozialen Werte, Herr Seehofer, die sich ihre Partei auf die Fahnen geschrieben hat. Deeskalieren sie anstatt zu diffamieren und provozieren. Bringen sie die Integration voran und besuchen sie Flüchtlingsunterkünfte. Oder wohnen sie mal für eine Woche in einem Flüchtlingsheim und nehmen sie Herrn Dobrindt am besten gleich mit.

PJP

Zugabe/in addition

Damit sie, Herr Seehofer, sich schneller von dem Schlag ins Gesicht erholen, übersenden diese 2 Sänger ihre herzliche Anteilnahme:

4 Kommentare zu “Horst Seehofer – empört

  1. Guten Morgen ,
    Herr Seehofer weiß ganz genau , was er macht , er hat genug unsoziuale Scvhafe hinter sich ,die Weißbier und Weißwürste als Leitkultur erhalten wissen wollen. Jo mei, ozopft is 😁.
    Die Trennung von Staat und Kirche ist in Bayern noch nicht vollzogen, aber praktisch wirkt sich das auf die Politik nur aus, wenn es grad rein paßt. Christlich bayrisch fluchen geht aber immer. Halleluhja sog I.
    Ach ja ..
    L.G.
    Heike

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