Engel der Straße – im Namen der Menschlichkeit

Obdachlos auf der Straße

Es gibt in unserem Land Menschen, die auf der Straße wohnen, weil sie keine andere Wohnung oder Unterkunft haben. Wir begegnen ihnen in jeder größeren Stadt. Sie sitzen an ihren Stammplätzen und `betteln´ um eine Geldspende, um sich etwas zu essen zu besorgen.

Fotos: © Christina Brun

Wie begegnen wir diesen Menschen? 

Die meisten gehen vorbei. Nur wenige spenden ein wenig `Kleingeld´ und gehen weiter. In Ausnahmefällen findet auch ein Gespräch statt. 

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Wie bewerten wir diese Menschen?

`Ich geben denen grundsätzlich kein Geld, weil die nur auf Drogen und Alkohol aus sind.´ `Die sind nur zu faul zum arbeiten.´ `So wie die aussehen….´ ..`ist nicht mein Problem…´…etc.pp. Die Reihe ähnlicher Bewertungen der Obdachlosen, die mir zu Ohren gekommen sind, ließe sich fortsetzen.

Fazit:

  1. „Obdachlosigkeit unterliegt leider immer noch und zu oft gesellschaftlicher Stigmatisierung“ (Freunde der Kölner Straßen und ihrer Bewohner e.V.).
  2. Wir meiden den Kontakt zu den Obdachlosen aus vielen anderen Gründen, die eher psychologisch zu ergründen sind und hier nicht näher ausgeführt werden sollen.

Fakt ist

...“Ein Blick hinter die Kulissen dieser Menschen, zeigt oft Lebensabschnitte, die durch Krankheit, Depressionen, Trennungen und Verluste geprägt sind. Leider gerät man hier schnell in eine Abwärtsspirale, der man sich ohne sozialen Rückhalt oder Überwindung des eigenen Schamgefühls kaum entziehen kann“ (ebenda).

Pressemedien

0067_Engel der Straße

Videos über die Arbeit mit dem Kältebus

Die erste Tour und mehr

Bilder von den Straßenaktionen

Bilder von Kältegängen

Zu den Freunden der Kölner Straßen (homepage):

Willkommen

PJP

 

19 Kommentare zu “Engel der Straße – im Namen der Menschlichkeit

  1. Danke dir für diesen Eintrag.
    Ich habe zehn Jahre in der Obdachlosenhilfe gearbeitet, und ich habe die Menschen hinter dem „Penner“ kennengelernt, sind alles Einzelschicksale und es mehr als unfair, wenn man sie als „Penner“ oder „Versager“ tituliert. Das Leben auf der Straße ist verdammt hart.

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    • Ja Ilana,
      die ganze Sache mit den sog. Pennern geht mir schon lange auf den Geist (ich benutze den Begriff nur nett gemeint!!)
      Ich habe mit vielen Gespräche geführt und mich zu ihnen gesetzt. Die Passanten haben immer ganz verdutzt geguckt und waren verunsichert.
      Ich hab die dann auch mal mit Humor angesprochen. Aber Von Menschlichkeit keine Spur.
      Eher ängstlich weggeguckt und schnell weitergegangen. Ich komm da nicht mit. Was haben solche Menschen nur für Probleme..?..
      Ich hoffe, ich kann das ganze mal per video dokumentieren. Technisch hab ich alles vorbereitet. Voraussetzung ist nur, dass der Penner nichts dagegen hat.
      Und dass mich mal jemand dazu motiviert!!!
      LG Jürgen aus Loy (PJP)

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      • Ich denke, dass die Zurückhaltung auf Unsicherheit basiert.
        die meisten solidarisieren sich eher mit den Machern, den Starken….die Schwachen werden eher gemieden.

        Wäre toll, wenn du ein Video machen könntest.

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      • So ist es.
        Unsicherheit, die sich auf Ängste gründet. Nur die Frage, die sich stellt:
        Warum? Wieso? Woher?
        Das ist jetzt mal eine Frage an den/die Psycholo-gen/gin…
        Hast du ne Idee?
        Lass uns mal weiter fragen.
        Erst mal schönes Wochenende!
        Jürgen aus Loy (PJP)
        P.S. Mit deiner Unterstützung mach ich mal`n video. Brauch noch`n spez. Teil dafür…

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      • Ich denke, es ist wirklich so.
        Wir leben in einer Gesellschaft von „Tätern“.
        Die gelten als Macher, als Starke und mit den Starken solidarisiert man sich gerne.
        So fallen alle vermeintlich Schwachen unten durch.

        Dann ist das eine „fremde Welt“, in der die Obdachlosen leben, das macht Angst und es macht unsicher.
        Dazu kommt auch die Ohnmacht, die Hilflosigkeit, dann geht man doch lieber wieder zu den Starken.

        Was brauchst du denn noch für das Video?

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      • Ja, das ist schon eine verrücke Welt.
        Die Starken fürchten sich vor den Schwachen. Und außerdem haben sie kein empathisches Empfinden mehr.
        Gefühle sind ausgeschaltet. Alle sind nur auf der Flucht vor sich selbst und meinen, irgendwas zu verpassen. Keine Zeit.
        Wir sind eine `Wohlstandsgesellschaft´ mit Konsumterror. Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer.
        `Deutsche zufriedener denn je´ lautet eine Schlagzeile unserer heutigen NWZ-Ausgabe.
        Und was bringt das alles?
        Stressprobleme, Depressionen, Burn out etc.pp, die Psychotherapeuten, Psychiater und Ärzte haben Hochkonjunktur.
        Hab mal wieder bisschen `die Sau rausgelassen´.
        Aber ich denke, da kann man viel ändern, wenn man beim einzelnen anfängt bzw. mit gutem Beispiel vorangeht. So wie die Engel in Köln.
        Was ich noch brauche ist ein kleines Stativ, weil wir ja auf dem Boden sitzen.
        Klingt verrückt, aber so will ich es versuchen. Alles in Augenhöhe.
        Ja, du motivierst mich schon wieder und deshalb brauche ich dich!
        Ganz schönes Wochenende und bestell besseres Wetter.
        LG Jürgen aus Loy (PJP)

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    • Wow,
      das finde ich sehr nett rebloggt zu werden.
      Danke für die (AN)Teilnahme!!
      Jürgen aus Loy (PJP)
      P.S. Hoffentlich komm ich bald `in die Füße´ für mehr von den sog. `Pennern´ zu berichten.
      Ich finde das Wort nicht schlimm, weil ich es mit Humor nehme, ihr `lieben Penner´!!

      Gefällt 1 Person

    • Die Geldgierigen werden immer gieriger, fällt mir dazu ein.
      Je mehr Geld einer hat, desto mehr will er haben. Das ist Fakt. Da liegen Milliarden `auf der hohen Kante´.
      Die Politiker lass ich mal außen vor als Geldschmarotzer. Die wollen nur Wahlen gewinnen.
      Aber es ändert sich ja nichts, wenn wir Bürger nichts dagegen machen.
      Alle sitzen nur noch vor der Glotze, anstatt auf die Straße zu gehen und `ne Demo zu machen.
      So ist das Leben eben, wenn`s den meisten VIEL zu gut geht!!
      Wir bleiben am Ball!!
      Jürgen aus Loy (PJP)

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  2. Pingback: Engel der Straße – im Namen der Menschlichkeit…! – Die Wirtschaftsdemokratur BRD…oder wie sich unfähige Politkomparsen und Bankster ("Nieten in Nadelstreifen") auf Kosten des Volkes die Taschen voll machen – Ein Satir

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