Auf den Hund gekommen – Kurt erledigt

Der Wolf `Kurt´ war ein `Wildtier´ in seiner Region, der für Schlagzeilen gesorgt hat, weil er dem Menschen zu nahe kam und sogar einen Hund gebissen hatte. Er musste erschossen werden (Titelfoto: picture alliance / dpa)

An Wölfen scheiden sich die Geister. Sind Wölfe gefährlich, wenn in der näheren Umgebung mal einer gesichtet wurde? Können sie mich, meine Kinder oder meinen Hund angreifen und gar töten, wenn wir durch den Wald streifen? Die meisten Menschen haben Angst vor Hunden, die sie nicht kennen. Das ist auch richtig, weil man nie genau weiß, wie der Hundebesitzer mit seinem Hund umgeht. Deshalb richten sie ihr Augenmerk zunächst nur auf den Hundebesitzer. Allein die Erziehung, die er seinem Hund zukommen lassen hat, entscheidet über das Verhalten seines Hundes. Beim Wolf ist das anders, wenn er nicht las Haustier gehalten wird.

Alle Hunde haben Angst und sehen mit der Nase

Wenn ein Hund einer unbekannten Situation ausgesetzt ist, geht er sehr behutsam vor, indem der sich alles genau ansieht. Alles was dann entscheidet, ist aber seine Nase, denn damit sieht der Hund von Natur aus am besten. Er schnüffelt und nimmt sie über seinen Geruchssinn sehr genau wahr. Der Wolf – von seinem Rudel getrennt – ist in einer fremden Umgebung ganz auf sich gestellt und hat Angst. Deshalb ist er dem Menschen gegenüber sehr scheu und schwer zu sichten.

Alle Hunde wollen Fleisch

Sofern der Geruchssinn eines Hundes durch Suchtstoffe der Nahrungsmittelindustrie nicht vollkommen entartet wurde, will dieser grundsätzlich nur Fleisch. Das ist soz. sein Grundnahrungsmittel, dass er als Jagdtier und Beutefänger seit jeher zum Überleben benötigte.  Da alle Hunde heutzutage aber wohl genährt und reichlich gefüttert werden, stellt sich dieses Problem für den Hund nicht mehr – er wird Sie nicht gleich fressen, egal wie groß er ist. Sollte er ihnen aber dennoch zu nahe treten, beachten sie ihn gar nicht (aus dem Weg gehen), oder gehen sie einfach in die Hocke und warten ab, was der Hund von ihnen will. Er wird sich ihnen ganz vorsichtig nähern und schnüffeln. Sollten sie zufällig ein `Leckerlie´ in der Tasche haben, hat der Hund das lange erschnüffelt und wenn es ihnen gelingt, ihm das `Leckerlie´ zu geben, und er es frisst, haben sie einen neuen Freund, den sie so schnell nicht wieder loswerden. Wau!!

Beim Wolf ist das aber ganz anders

Der Wolf ist aus Deutschland ausgerottet worden und wird in der Regel nicht gefüttert, es sei denn, er wird als Haustier gehalten. Inzwischen haben sich aber einzelne Wölfe  verlaufen, weil sie den Kontakt – wie auch immer – zu ihrem Rudel verloren haben. So tauchen plötzlich  in unserer zivilisierten Welt auf. Sie sind soz. ganz auf sich gestellt und müssen sich ernähren, um zu überleben. Da sie der ungewohnten Umgebung und insbes. uns Menschen ängstlich gegenüberstehen, reißen sie z.B. Schafe, weil sie die am besten erlegen können, ohne gesehen zu werden. Da der Wolf nun unter Naturschutz steht, werden diese Tiere in der Regel eingefangen und in einem gesicherten Gehege als `Wildtiere´ gehalten. Das ist auch gut so.

Bei Kurt war das noch anders

Kurt war ein Problem-Wolf, der nicht nur Schafe gerissen hatte, sondern sogar mal einen Hund gebissen hatte. Seine ursprüngliche Angst hatte er scheinbar auch vor den Menschen verloren, da er ihnen sehr nahe gekommen war, was eher die Ausnahme ist. Kurt ließ sich nicht einfangen. Zuerst wollte man ihn betäuben, um ihn in einem gesicherten Gehege unterzubringen. Was sollte mit ihm geschehen? Laufen lassen?

Kurt oder Mensch

Eine schnelle Entscheidung musste getroffen werden. Eine `falsche Begegnung´ mit einem Menschen könnte fatale Folgen haben oder gar mit dem Tod eines Menschen oder Kindes enden. Gefahr im Vollzuge! Lassen wir`s drauf ankommen, dass ein Mensch durch Kurt um`s Leben kommt? Nein. Kurt musste nun dran glauben und wurde erschossen. Das ist auch gut so.

Wolf als Trophäe?

Es wurden in Ausnahmefällen tote Wölfe ohne Kopf gefunden. Diese Perversion darf sich nicht wiederholen bzw. fortgesetzt werden. Auch der Wolf hat ein Recht auf Leben, und wer einen tötet und den K0pf abtrennt, gehört hinter Gitter.

Mehr dazu von Anna Ringle

Wolf als Trophäe?

Hunde könne nicht lügen!!

12_Twoelfe

 Foto: n-tv.de , abe/AFP

PJP

 

2 Kommentare zu “Auf den Hund gekommen – Kurt erledigt

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s