Bundespräsident Gauck – im Interview

Bundespräsident Gauck wurde vom WDR interviewt. Im folgenden dazu übernommen aus dem Bericht von Julia Barth:

Gauck fordert Debatte in der Mitte der Gesellschaft
J. Barth, ARD Berlin
05.02.2016 04:56 Uhr

Das Interview läuft heute um 11.05 Uhr auf WDR5

Bundespräsident Joachim Gauck spricht sich im Interview mit dem WDR-Hörfunk dafür aus, die Auseinandersetzung mit der AfD zu suchen.

Fazit:

Wir alle haben die Auseinandersetzung mit der AFD gesucht. Die AFD ist in Probleme ohne sichtbares Ende verwickelt.

Was unser Bundespräsident noch gesagt hat (vgl. Julia Barth):

„…als Kritiker der Kanzlerin möchte der Bundespräsident sich nicht verstanden wissen. Aber Joachim Gauck bekräftigt im WDR-Interview, dass er es für sinnvoll hält, über Begrenzungsstrategien nachzudenken.

Aber: Deutschland sei ein solidarisches Land und werde das seiner Überzeugung nach auch bleiben: „Wenn in der Mehrheitsgesellschaft das Gefühl dafür, dass Solidarität unser Lebensatem ist, wenn das schwinden würde und aus Angst und Abwehr sich eine kollektive Identität entwickeln würde, die immer nur ‚Das Boot ist voll‘ schreit – dann hätten wir ein moralisches Problem und nicht nur ein politisches“ (Bericht Julia Barth).(`Das Boot ist voll´ darf nicht zu `rechtspopulistischen´ Missverständnissen ohne gleichen führen). …Gauck selber kommt zumindest zu dem Schluss, „dass es in der Bemühung, möglichst vielen helfend zur Seite zu stehen, begründet sein kann, dass man nicht allen hilft“…..Übertriebene Ängste gegenüber jeder Form von Propaganda oder Populismus hält er – BP Gauck – für fehl am Platz: „Wir wollen mal unsere Bevölkerung anschauen und diejenigen trennen, die einfach Sorgen haben – ‚Ja wo geht es denn hin, und können wir das schaffen?‘ – von denen, die voller Fremdenfeindlichkeit und Ressentiments sind und schon mal vorab einen Molotowcocktail auf eine Flüchtlingsunterkunft schmeißen.“

Fazit:

Wir alle sind dabei, `die Spreu vom Weizen zu trennen´.

„Die massiv gestiegene Zahl der Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte bereitet Gauck Sorgen, ebenso wie die Befürchtung, dass Bürger zunehmend das Gefühl bekommen könnten, sich selber vor Gewalt schützen zu müssen: „Es gibt eben Bereiche, wo Polizei nicht ersetzbar ist….“

Fazit:

Im Rahmen der Übergriffe auf Asylanten ist die Polizei nur durch den Einsatz von Sondereinheiten zu ergänzen. Für Übergriffe auf die Bürger unseres Landes in keinem Fall (vgl. Bürgerwehren aktuell). Hier hat sich inzwischen ein Betätigungsfeld `rechter Schläger´ untergemischt. 

„Trotz aller Probleme aber rät der Bundespräsident zur Gelassenheit und verbreitet Zuversicht. Denn nach wie vor überwiege die Zahl der Solidarischen bei weitem die Zahl derer, die als Brandstifter oder Hetzer unterwegs seien:

„Das ist doch immer noch dieses Land, zu dem wir ‚Ja‘ sagen können. Und wir wollen doch nicht so tun, als würden wir aus der Mitte dieser starken, demokratischen Gesellschaft heraus uns ins Bockshorn jagen lassen von einigen verwirrten, die am rechten Rand zündeln. Aber ich bitte Sie.“

Fazit:

Unser Bundespräsident will und darf sich in die politische Auseinandersetzung der Bundesregierung nicht einmischen. Ich bin der Ansicht, er sollte trotz alledem eindeutig Stellung beziehen und sich auf Artikel 1 unseres Grundgesetzes berufen:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

Vielen Dank!

PJP

 

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