LIFESTYLE – in die Hand nehmen

Haben sie sich `eigentlich´ schon mal  gefragt, ob sie noch richtig im Kopf sind?

`Eigentlich´ soll heißen, ob sie eine Antwort auf diese Frage ganz in ihrem `eigenen Selbst´ gefunden haben. Haben sie sich z.B. gefragt, ob sie noch richtig leben? Haben wir vielleicht verlernt, richtig zu leben?

Ich möchte diese Frage am Beispiel der sog. `Hausfrau´ einmal näher beleuchten.

Der Begriff Hausfrau stammt aus `alten Zeiten´ als die häuslichen Arbeiten noch von Frauen ausgeführt wurden, während `die Männer´ `auf der Arbeit´ waren. Klare Trennung!

Ich beziehe mich jetzt auf die besagte Hausfrau früherer Zeit.

Was waren ihre täglichen Aufgaben?

Sie musste kochen, die Wohnung sauber halten, aufräumen, alles in Ordnung halten, Wäsche waschen, Wäsche stärken, bügeln ohne elektr. Bügeleisen etc.pp, sie musste den Garten pflegen, Kartoffeln und Gemüse im eigenen Garten ernten, daraus einen Vorrat anlegen (einkochen) und nicht zuletzt Kinder kriegen und die Hausfrau war schließlich auch noch für die Versorgung sowie Erziehung ihrer Kinder zuständig.

Was gab es damals nicht?

Es gab keinen Geschirrspüler, keine vollautomatische Waschmaschine, keinen Herd mit Ceranfeld, keine elektrischen Haushaltsgeräte zum Mixen, Schibbeln und Schneiden, keine Dusche mit all dem Schickschnack und auch der Kühlschrank war keine Selbstverständlichkeit. Keine besonderen Vitaminpillen oder Psychopharmaka. Und es gab kein Auto und keine Supermärkte.

Wie schafften sie das alles?

Wie sind die Hausfrauen mit dieser Mammutaufgabe eigentlich fertiggeworden? Wie haben sie das alles geschafft bei Entbehrung einer modernen Küche und der anderen elektrischen Haushaltsgeräte? Warum waren sie auch ohne die viel beschworenen `Smoothys´ kerngesund, brauchte keine besondere Beratung und waren psychisch überwiegend stabil und zufrieden mit sich selbst? Den Ausdruck `STRESS´ kannten sie zum Glück noch gar nicht!

Ja, sie haben es einfach `in die Hand genommen´, wie es so schön heißt. Hausfrauenarbeit war damals reines Handwerk, das `Handwerk der Frauen´ wie z.B.

  • Geschirr abwaschen
  • Wäsche waschen (Handwäsche)
  • Küche putzen mit nur Atta
  • Staub wischen mit einem (!) Staubtuch
  • Fenster putzen (ohne Chemie)
  • Ofen anheizen, Briketts oder Torf heranholen
  • Evtl. auch noch Küchenherd befeuern
  • Essen zubereiten, schneiden, schnippeln schälen (Handarbeit)

Eine positive Wendung im Muster `Hausfrauenarbeit´ wird heutzutage allerdings schon mal durchbrochen. Mann und Frau teilen sich die ganze Arbeit.  In Ausnahmefällen übernimmt der Mann sogar die gesamten Hausarbeiten, die Frau verdient das Geld, womit der Begriff `Hausmann´ kreiert wurde, und das ist sehr gut so.

Jetzt möchte ich einige Fragen an sie stellen, sowohl an die `Hausmänner´ als auch die `Hausfrauen´:

Was haben sie zuletzt getan?

  • Einen Haufen Geschirr mit der Hand abgewaschen?
  • Ihre `kleine Wäsche´ mit der Hand gewaschen?
  • Einen Ofen beheizt?
  • Fenster und Spiegel ohne chem. Zusätze geputzt?
  • Ein Vollbad genommen?
  • Eine Sense oder Handrasenmäher benutzt?
  • Gemüse im eigenen Garten angebaut oder geerntet?
  • Mit dem Spaten gegraben?
  • Gemüse oder Obst etc. eingekocht?
  • Mit dem Fahrrad zum einkaufen gefahren?

Ich denke diese Aufzählung an Beispielen reicht.

Fazit:

Wir sollten einmal darüber nachdenken, inwieweit wir unseren `lifestyle´ von  Produkten der Industrie abhängig gemacht haben und die Werbung für all die Produkte mal gründlich hinterfragen.

Wir sollten einmal wieder selber was `in die Hand nehmen´, die `verlernten Arbeiten´ mal wieder aufleben lassen. (mit dem Abwaschen könnte man z.B. anfangen).

Egal, für welche Hausarbeit per Hand sie sich entscheiden, sie werden merken, dass ihnen diese Arbeit gut tut und Spaß bereitet!

Vielen Dank!

Pete J. Probe

 

5 Kommentare zu “LIFESTYLE – in die Hand nehmen

    • Hey JPR,
      das kann doch wohl nicht wahr sein….
      dann kann ich ja getrost auf meine Mittagspause verzichten und leg mich jetzt nicht mehr hin.
      Meine T-Tasse steht noch wie gehabt da. Die wasch ich nur alle 3 Tage mal ab.
      PJP

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  1. Klar, haben wir ‚Hausfrauen‘ das alles mal ohne Hilfe gemacht bzw. machen müssen! Gestreßt waren wir trotzdem, das hieß halt damals noch ‚überarbeitet‘.
    Meine Großmutter hatte mit 6 Kindern (und dem entsprechenden Abwasch und großer/kleiner Wäsche) zumindest während der Zeit, als die Kinder noch klein waren, mehrere Zusammenbrüche und ist früh gestorben (trotz ‚gesundem‘ Essen frisch aus dem Garten etc.). Meine Mutter hatte nur mich, mußte aber nachkriegsbedingt ganztags (das hieß 10 Stunden täglich + langem Arbeitsweg!) arbeiten und war ziemlich froh, als ich endlich etwa 10-12 Jahre alt war und einen Großteil der Hausarbeit an meinem freien Nachmittag oder samstags (der damals noch erst ein ganzer, später ein halber Arbeitstag war) übernehmen konnte. Und ich war heilfroh, als meine Schwiegermutter mir beim zweiten Kind eine Waschmaschine geschenkt hat – Pampers etc. gab es damals noch nicht und ich mußte Tag für Tag große Mengen an Stoffwindeln erst in der Badewanne ausspülen, dann auf dem Herd in einem großen Topf auskochen, dann in der Badewanne mit der Hand oder dem Waschbrett waschen und mehrfach spülen und auswringen! Als ich später auch wieder arbeitete, hat mir mein Mann damals eine (gebrauchte) Spülmaschine zum 10.Hochzeitstag geschenkt – geliebt von der ganzen Familie, die sich der Geschirrberge nun nicht mehr selbst annehmen mußte und die Zeit – damals – zu gemeinsamem Vergnügen nutzen konnte!
    Also man kann alles durch eine rosarote Brille betrachten (vor allem, wenn man die ‚gute alte Zeit‘ nicht selbst erlebt hat!), aber allen Ernstes aufzufordern „Wir sollten einmal wieder selber was `in die Hand nehmen´, die `verlernten Arbeiten´ mal wieder aufleben lassen. (mit dem Abwaschen könnte man z.B. anfangen). Egal, für welche Hausarbeit per Hand sie sich entscheiden, sie werden merken, dass ihnen diese Arbeit gut tut und Spaß bereitet!“.ist wohl dem geschuldet, daß man dank der Technik eine Menge freie Zeit hat, die noch anders als mit Laptop oder Smartphone gefüllt werden muß – die ich beide gern nutze und dazu noch für viele andere Dinge meine Zeit ‚verplempere‘, die ich dank Spülmaschine, Waschmaschine, Rasenmäher, Zentralheizung etc. etc. heute für mich habe!

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    • Danke für den Beitrag!
      Ich hatte dir grad eine lange Antwort geschrieben. Das ist mir plötzlich alles plötzlich abhanden gekommen, war einfach weg und ich war wieder in meinem blog.
      Wie das kam, weiß ich nicht.
      Melde mich aber nochmal, jedoch jetzt gerade keine Zeit mehr!!

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    • Sorry grannyontour
      ich glaub ich hab hierauf noch nicht geantwortet. Werds versuchen:
      Du hast vollkommen recht.
      Nur das ändert nichts an der Tatsache, dass Geschirrspülen mit der Hand gesünder ist, als ein IPad zu bedienen, um die Bedienungsanleitung für den Geschirrspüler zu lesen.
      Das ist jetzt natürlich übertrieben. Verstehst du wie ich das meine?
      Vor allem die jungen Leute sollten mal erfahren, wie anstrengend die Hausarbeit früher war und wieviel Spaß es macht, mal abzuwaschen, wenn man so viel Zeit hat. Und die hat unseren Urgroßeltern vielleicht am meisten gefehlt.
      LG
      PJP

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