Das Geheimnis der Gefühle

Gefühle verbergen ein großes Geheimnis. Selbst die Psychologie tut sich sehr schwer damit, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Dabei ist die Gefühlswahrnehmung sowie – Verarbeitung bei uns Menschen ganz unterschiedlich ausgeprägt, von den `Hochsensiblen´ bis zu den eher abgestumpften Individuen. Ja, Gefühle sind sogar ein vernachlässigtes Gebiet der psychologischen Forschung, und diese Tatsache muss uns doch eigentlich sehr verwundern.

Gefühle begleiten uns ein ganzes Leben lang von Geburt an bis in den Tod hinein. Die Bandbreite der Ausprägungen ist praktisch unbegrenzt. Dazu einige Beispiele subjektiven Gefühlserlebens:

Angst, Schrecken, Ärger, Wut, Freude, Entzücken, Traurigkeit, Kummer, Bestätigung, Vertrauen, Abscheu, Ekel, Erwartung, Überraschung, Erstaunen etc… Umgangssprachlich wird häufig gefragt `wie fühlst du dich?´ zum Beispiel bei Krankheiten, Genesung, Schmerzen, Liebeskummer oder `einfach nur so´. Dann werden sie mit Worten wie `gut, schon besser, super, nicht gut, schlecht, beschissen´ etc. oder einfach mit `ich bin (total) gut – bzw. schlecht –  drauf´ zum Ausdruck gebracht.

In der partnerschaftlichen Beziehung wirken sich Gefühle besonders intensiv aus. Dabei ist das Gefühl der Liebe zueinander generell gar nicht zu beschreiben, zumal die Wahrnehmung von Mann und Frau auch noch sehr unterschiedlich ist. In diesem Zusammenhang kommt auch die Lust ins Spiel. Wieder eine große Bandbreite, von der sexuellen Lust, dem Verlangen oder einfach der Lust, etwas zu tun `Bock auf etwas haben´.

In der Kommunikation mit der Außenwelt tauchen Gefühle auf wie z. B. Freude über etwas `find ich super´ oder durch Humor `lach mich tot´, Ärger `hab die Nase voll´, Wut `ich mach dich fertig!!´, Enttäuschung `das find ich blööd´ etc.pp auf.

Ein ganz besonderes Gefühl kann uns nachhaltig sehr belasten, schützt uns aber gleichzeitig vor Gefahren. Es ist die Angst. Als sog. Trauma sehr intensiv erlebt, kann sie unsere Psyche ein Leben lang belasten. Die Angst vor Gefahren dagegen lehrt uns von Kind auf an, diesen rechtzeitig auszuweichen. Dieser Zusammenhang ist insbesondere auch in der Tierwelt zu beobachten und von der Evolution hervorgebracht. Dabei ist noch zwischen Angst und Furcht zu differenzieren, was hier aber nicht näher ausgeführt werden soll.

In der zwischenmenschlichen Beziehung ist es oft sehr schwierig, Ängste z. B. eines Gesprächspartners wahrzunehmen, weil sie häufig nicht ausgesprochen werden. Dann liegt es jeweils an der Empathie des gegenüber, die Angst des Anderen wahrzunehmen, um darauf eingehen zu können. Außerdem werden Gefühle durch viele andere Reize ausgelöst wie Gerüche einer duftenden Blume, `Essensdüfte´ aus der Küche `hab ich einen Appetit, Hunger´ oder durch Geräusche wie Donner `löst Angst aus´.

Unter diesem Aspekt spielt die Musik eine ganz erhebliche Rolle. Musik ist ein Medium, das unabhängig von Alter, Sprache und Kultur eine große Auswirkung auf die Gefühlswelt des Menschen auslöst. Sie begleitet uns ein ganzes Leben lang, und die Medien ermöglichen uns den Zugang zu allen verfügbaren Stilrichtungen. Darüber hinaus kommt Musik auch als psychotherapeutisches Verfahren zum Einsatz und eine wissenschaftliche Untersuchung hat zudem ergeben, dass Musik gegen Kopfschmerzen besser hilft, als ein entsprechendes Schmerzmittel.

Meine Schilderungen bis hierher sind sozusagen spontan `aus dem hohlen Bauch heraus´ entsprungen und erheben keineswegs den Anspruch auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Vollständigkeit. Aber wie ist es eigentlich um die Wissenschaft bestellt? Kann sie zu einer Klärung beitragen, welches Geheimnis sich hinter den Gefühlen verbirgt? Dazu wenden wir uns dem Begriff der Emotion zu, der als Fremdwort für Gefühl steht. Dieses Wort entstammt dem lateinischen emovere (herausbewegen, emporwühlen), das auch im Wort Lokomotive enthalten ist (loco motivus – sich von der Stelle bewegen).

Zur wissenschafttichen (Er)klärung der Gefühle/Emotionen füge ich folgendes Zitat aus Wikipedia an:

„Zum einen bemühen sich Philosophie und Psychologie um den Begriff, zum anderen auch die Neurowissenschaften. Die Neurowissenschaften befassen sich mit den efferenten somatischen und vegetativen Reaktionen eines Organismus auf Emotionen, während sonst die affektiven Aspekte im Vordergrund stehen, negative oder positive Zustände von Angst und Furcht bis zu Liebe und Glück.“

Und zu welchem Ergebnis ist die wissenschaftliche Forschung nun gekommen? Dazu wieder einen Blick auf Wikipedia:

„Eine präzise wissenschaftliche Definition für den Begriff „Emotion“ gibt es nicht.“

Wer hätte das erwartet? Was sagt uns das nun? Dazu abschließend ein Zitat von dem engl. österreichischen Philosophen Karl R. Popper (1902 – 1994):

„In dem was wir wissen, mögen wir recht verschieden sein. In unserer grenzenlosen Unwissenheit sind wir alle gleich“

Folgender Beitrag von Alexa zeigt ganz wunderbar, wie man Gefühle in Worte kleiden kann.

http://www.taste-of-power.de/die-nacht-gedanken/

Vielen Dank!

Pete J. Probe

P.S. Ich habe bei mir mal Werbung auftauchen sehen. Falls das der Fall ist, habe ich keinen Einfluss darauf..oder..?

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