Rettungsschirme gibt es nicht

Der deutsche Biologe und Aphoristiker Gerd Uhlenbruck hat mal gesagt:

`Was manche Leute sich vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach´. Gilt das vielleicht auch für unsere Politiker in Zusammenhang mit dem Griechenland-Debakel? Ich kann es mir nicht verkneifen, einen Artikel, den ich bereits 2011 dazu geschrieben habe, hier nochmal zu aktualisieren:

Rettungsschirme – gibt es nicht

Fragwürdige Rettung des Euros

probe 12.10.2011 – Auch der Altweibersommer hat sich nun verabschiedet, und die Blätter fallen so langsam von den Bäumen. Der Regenschirm sollte in dieser Jahreszeit nicht vergessen werden. Er schützt uns vor Nässe und Kälte.
Wenn man diesen Gedanken nun auf die `konfuse´ politische Lage Griechenlands bezieht, so stellen wir fest, dass hier von einem `Rettungsschirm´ die Rede ist. Ich weiß nicht, wem es auffällt, aber ist der Schirm denn ein Rettungsinstrument? Ganz sicher nicht….
Der Begriff `Rettungsschirm´ könnte mit etwas Psychologie als eine Art `Freud`scher Versprecher´ interpretiert werden. Er ist wohl von denen geprägt worden, die am meisten an ihm verdienen und das sind mit Sicherheit nicht wir, die Bürger.
Ja, aber wer sind denn die, die ihr ganzes Geld unter diesen Schirm retten wollen und damit noch immer reicher und mächtiger werden?
Da stehen die Banken ganz oben an. Und die leben nun mal von all dem Geld ihrer reichsten Kunden (im weiteren Sinne), die es hier vermehren wollen. Daran gibt es wohl keinen Zweifel.
Das griechische Volk hat dieses Spiel lange erkannt und geht auf die Straße. Zu Recht, zumal es im eigenen Land auch nicht `mit rechten Dingen´ zugeht!
Die neun Abgeordneten aus dem slowakischen Parlament, die gegen den `Rettungsschirm´ gestimmt haben, sehen das auch so, wobei sich 86 (von insgesamt 150) noch enthalten haben.
Nicht zu vergessen die `Wall Street Proteste´ in USA, um den Bogen noch weiter zu spannen. Aber damit muss Barack Obama fertig werden.
Nun geht es `bei uns´ nur noch darum, das slowakische Parlament unter Druck zu setzen, bis eine Entscheidung für den `Rettungsschirm´ erreicht ist. Seien wir also gespannt, wie es nun weitergeht.
Auf jeden Fall wird das ganze `Finanzdebakel´ noch weiterreichende Konsequenzen nach sich ziehen.
Fazit: Privater Reichtum und öffentliche Armut steigen wie gehabt proportional weiter, d.h. die sog. Schere zwischen Armen und Reichen wird immer noch größer. Privater Reichtum auf Kosten öffentlicher Armut.
Der `moderne Kapitalismus´ hat die Wirtschaftslobby lange überholt und wird von den Finanzmärkten regiert.
Um es überspitzt auszudrücken: Der `Kleine Bürger´ wird immer mehr an die Großbanken und deren Geldgeber versklavt.
Soweit in aller Kürze!
Schlussfolgerung und notwendige politische Konsequenz:
„Den Akteuren an den globalen Finanzmärkten muss ein Ordnungsrahmen gesetzt werden – umfassend und wirkungsvoll. Wir dürfen unser Fundament, die soziale Marktwirtschaft und die Demokratie, nicht nervösen Finanzmärkten opfern, wo einzelne Spieler das Gemeinwohl schlicht ignorieren“ (so gesagt von Christian Wulff am 9. Oktober in Karlsruhe).
Vielen Dank!

Pete J. Probe

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